Alle Zeit verloren


Die Fahrstuhltür fällt zu.
Nicht, daß ich friere.
Mir gegenüber, du.
Es ist kurz vor viere.

Meine Knie steif wie Sahne.
Knopf gedrückt, achte Etage.
Finger flattern wie eine Fahne.
Boden schwingt, nichts in Waage.

Graue Wände starren sich an.
Reflektieren funkelnde Blitze.
Leises Schnaufen zerschmettert daran.
Hauchfein tropft eine Atempfütze.

Kling, Kling tönt es vom Boden.
Augen zu, Augen auf.
Blicke beseelen fremde Oden.
Peinlichkeit, ach Scheiß drauf!

Wir liegen uns in den Armen.
Kuß. Schwindel kaum zu ertragen.
„Wolltest du nicht erst morgen…?“
„Ohne dich ist die Zukunft ein Gestern!“

Die Fahrstuhltür springt auf.
Nicht, daß ich schwitz´.
Zeit mit dir, ein Sternenhauf´.
Mir nahe, dein Antlitz

Nafia

Kategorie: Gedichte

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