Existenz der Schäfer in Deutschland gefährdet


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Weidetierprämie könnte Abhilfe schaffen

Mit dieser neuen großen Koalition, die kanpp ein halbes Jahr nach der 19. Bundestagswahl antritt, um hierzulande zu regieren, wird das ein ziemlich schwieriges Unterfangen für betroffene Schäfereien, die ganz besonders um ihre Existenz bangen müssen. Dieser Traditionsberuf scheint seinem Ende entgegenzublicken, die ins Leben gerufene Change.org-Petition unterstreicht jenen Hilferuf.

Dabei gäbe es ohne weiteres Möglichkeiten, betroffenen Schäfern zu helfen, und zwar mit Weidetierprämien, die Deutschland eben nicht als Förderung vorsieht im Gegensatz zu 22 EU-Ländern, die eine solche Prämie bewilligen. Darf man seitens verantwortlicher Politik sich noch Einsicht erhoffen?

Eine Julia Klöckner wird ablehnend entscheiden

Gewagte Prognose oder viel eher wahrscheinlich? Man muß mit letzterem rechnen, wer sich deren Standpunkte verinnerlicht. Julia Klöckner wird im Kabinett Merkel IV als Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft die Strippen ziehen. Ausgerechnet eine CDU-Hardlinerin, die das TTIP fordert, gar keine Probleme bei der Zusammenarbeit mit Chemieriesen sieht, kürzlich in einem Zeitungsinterview in der Hannoverschen Allgemeine den Standpunkt vertrat, in bestimmten Situationen können im ökologischen Landbau Pestizide zur Anwendung zugelassen werden.

Da paßt was gar nicht zusammen mit solcher Einstellung. Schlimm genug, was zuvor eine Frau Aigner und ein Herr Schmidt in diesem Amt für Ernährung und Landwirtschaft bedeutet hatten, mit jener Julia Klöckner darf man mit einer Fortsetzung höchst fragwürdiger Entscheidungen rechnen. Zu Gunsten von Großkonzernen und profitablen Geschäften, zum Leidwesen der Umwelt sowie ganzer Berufsgruppen, eben auch der Schäfereien.

Wölfe sind das geringste Übel

Wie auch Sven de Vries selbst in seiner Petition betont, insofern glaubt er im Gegensatz zur GroKo nicht ans Märchen vom bösen Wolf, sondern schätzt die Situation offensichtlich durchaus realistisch ein. Natürlich könnte man eine EU-Kommission in vielen Punkten kritisch betrachten, doch die Praxis bei der Weidetierprämie, die sie wenigstens selbst für notwendig erachtet, ist folgerichtig. Die sture Negierung seitens deutscher Politik allerdings ziemlich kontraproduktiv.

Es verbleibt die Hoffnung, daß über jene Petition hinaus die Öffentlichkeit die Dramatik des Rückgangs der Schafherden erkennt und entsprechend mehr Protest wächst, um genau diesen Mißstand zu stoppen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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