Regierungssysteme mal unter die Lupe genommen


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Politik durchaus nicht frei von Einflüssen

Während die Menschheit in ihrer historischen Entwicklung stets versuchte, unter-schiedliche Formen des Zusammenlebens zu organisieren, entstanden dabei die politischen Systeme, die wiederum unseren Fortbestand weitgehend gestalteten und bestimmten.

Kriegerische Zeiten und friedliche Epochen trugen mitentscheidend dazu bei, unser Dasein zu verändern und neu zu organisieren. Dabei wuchsen natürlich auch Überlegungen dahingehend, inwieweit politische Systeme in der Praxis sich bewähren würden. Sind sie tatsächlich frei jedweder Beeinflussung?

Vier grundlegende Regierungssysteme

Auf der Grundlage der jeweiligen Verfassung eines Landes bestimmt das Regierungssystem selbst die Vollziehung der auszuübenden Staatsgewalt. Mal abgesehen von zwei kleineren Ausnahmen, nämlich dem Einparteiensystem, welches noch in der Volksrepublik China, Nord-Korea, Vietnam, Laos, Eritrea und Kuba angewandt wird und dem Präsidentiellen Regierungssystem mit an dem Parlament gebundener Exekutivbefugnis, welches in Südafrika und Botswana greift, unterscheidet man weltweit zwischen vier Regierungssystemen:

Präsidentielles Regierungssystem: nahezu ganz Südamerika, Mexiko und die USA, in vielen Ländern Afrikas, in einigen Ländern Asiens, weltweit das am häufigsten angewandte Regierungssystem.

Semipräsidentielles Regierungssystem: in vielen Ländern Afrikas, in Bosnien, Frankreich, Herzegowina, Mongolei, in der Russischen Föderation und in einigen ehemaligen Ostblockstaaten.

Parlamentarisches Regierungssystem: in den meisten europäischen Staaten, in acht Staaten Asiens und zwei Afrikas.

Parlamentarische Monarchie: Australien, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Japan, Kanada, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien und ein paar Staaten in Südostasien.

Gefährdung des politischen Zusammenhalts – wohin geht unsere Reise?

Selbstverständlich wird niemals über Nacht der weltweite politische Zusammenhalt verschwinden, sich in Luft auflösen. Solche gedankliche Szenarien sind absurd. Dennoch muß man eine zunehmende Infragestellung politischer Systeme beobachten, die nicht von ungefähr entsteht, sondern auch darauf zurückzuführen ist, daß gewiße Zusammenhänge entlarvt werden, darüber hinaus sich immer mehr Menschen die berechtigte Frage stellen, wohin denn unsere Reise gehen soll?

In eine undurchschaubare, selbsterschaffene Katastrophe, die einem Weltuntergang gleichkommt oder etwa doch einer Rückbesinnung hin zu wohlüberlegt gesteuerten Bahnen, um das Schlimmste zu verhindern, denken wir an Klimaschutzmaßnahmen, an Friedenssicherung und dem ungebremsten Kapitalismus einen Riegel vorzuschieben? Haben wir tatsächlich dazu überhaupt eine realistische Chance, genau solche Schritte zu vollziehen?

Der kanadisch-US-amerikanische Politikwissenschaftler, David Easton, stellte mal eine wichtige Schlüsselfrage: „Wie erreichen es politische Systeme, sich in einer Welt, die zugleich Stabilität und Wandel aufweist, zu behaupten?“ Im Verlauf unserer Geschichte konnten sich die politischen Systeme bisher stets behaupten, selbst wenn des öfteren Umbrüche, Aufstände bis hin zu Kriegen sie zu erschüttern versuchten.

Auch wenn Easton eine gewiße systemische Kontinuität durch ein generalisiertes Systemvertrauen bescheinigt, was infolge des „we-feelings“ zustande kommen mag, einem fortwirkenden Gemeinschaftsgefühl, so hat gerade der Journalismus es ein Stückweit selbst in der Hand, eine Brücke zu schlagen zwischen der Politik, Unmut in der Gesellschaft und exakt den Kräften, die nicht auf den ersten Blick auf dem politischen Parkett zu sehen sind. Eine solche Bemerkung etwa verschwörungstheoretisch?

Wir sollten uns nichts vormachen, stets jede Theorie ein Restbestand von Selbstzweifeln beinhaltet, so manches Korn der sogenannten Wahrheitsfindung dienlich sein kann, denn wer vermag sich hinzustellen, um behaupten zu können, er kenne sämtliche Zusammenhänge der weltweiten Machtverteilung, die unser aller Leben bestimmt? Der Kapitalkrieg der Bilderberger sollte inzwischen als fester Bestandteil verstanden und verinnerlicht worden sein, wer denn nicht die Augen vor den brutalen Mechanismen der Hochfinanz gänzlich verschließen möchte.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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