Fukushima: Japans Regierung ignoriert anhaltende Verstrahlung


Wer dennoch zurückkehrt, riskiert schwere Krank-heiten

Im Grunde genommen keineswegs verwunderlich, wenn man bedenkt, wie die politisch Verantwortlichen den Super-GAU des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi anfangs erheblich verharmlosten, nicht im geringsten eine dringend notwendige Bereitschaft an den Tag legten, Atomkraftwerke landesweit abzuschalten.

Trotz jenes eindeutigen Unglücks, das einmal mehr aufzeigte, inwieweit man Naturkatastrophen nicht einschätzen kann, somit auch AKWs ein erhebliches Sicherheitsrisiko sind, bleiben Atomkraftwerke in Betrieb. Eine schwerwiegende „Rückkehr ins Ungewisse“ bescheinigt Greenpeace all jenen, die sich per großzügig finanzieller Unterstützung von der japanischen Regierung locken lassen. Dabei werden wohl billigend schwere Krankheiten in Kauf genommen angesichts der weiterhin überhöhten Strahlenwerte.

Sicherheit entspricht real einer Illusion

In Wirklichkeit gibt es nämlich keine. Das war längst vor Tschernobyl und Fukushima vollkommen klar, nur nicht für all diejenigen, die vom Geschäft mit den AKWs sehr gut profitierten bis hin zu einer Politik, die weltweit als Steigbügelhalter jener Atomlobby dient, somit selbst die Hand aufhält.

Wenigstens lenkte Deutschland ein, hingegen haben jene zwei Super-GAUs menschliche Ignoranz nicht bremsen können, was anschaulich die Fortsetzung weiterer AKW-Bauten weltweit verdeutlicht. Mit daran beteiligt gleichwohl die EU und viele andere Staaten. Weiterhin verläßt man sich auf technische Sicherheit, die zweifellos gegeben, aber ein hohes Restrisiko verbleibt dennoch. Stück für Stück gingen abgeschaltete Reaktoren in Japan wieder ans Netz, obwohl die Gefahren mittels unzureichenden Schutz vor erneuten Naturkatastrophen lauern.

Trotz erneuerbarer Energien setzt Japan auf Atomkraftwerke

Vollkommen paradox, jenes Festhalten an dieser riskant gefährlichen AKW-Technik. Dabei spricht nicht im geringsten etwas dagegen, daß Japan erneuerbare Energiegewinnung in Betracht zieht, eben weil die Lage so brisant. Es könnte daher Bioernergie, Erdwärme, Meeres- und Sonnenernergie nutzen als auch Wasser- oder Windkraft. Das entspricht ohnehin dem weltweiten Trend hin zur erneuerbaren Energiegewinnung.

Was muß noch alles geschehen, bis die verantwortlichen Politiker Japans endlich einlenken und gezielt handeln? Der Super-GAU in Fukushima hat nicht gereicht, übrigens genausowenig wie in der Ukraine nach dem Tschernobyl-Super-GAU. Auch dort setzt das Land auf AKWs, was man keineswegs nachvollziehen kann.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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