Gesellschaft wird keineswegs zufällig lanciert


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Am Ende obsiegt doch noch Mitmenschlichkeit?

Sie müssen funktionieren, nicht nur einfach anwesend sein, sondern während ihren Schichten hochkonzentriert sämtliche geistigen Herausforderungen meistern, um stets dem Betrieb zum dauerhaften Erfolg mit zu verhelfen. Dabei spurten sie sich, apathisch, beinahe wie willenlose Zombies, denen man lediglich einem Uhrwerk gleich klare Befehle erteilt, die sie bloß noch auszuführen haben. Welche simplen Mechanismen greifen hier, die ansonsten leidenschaftlichen Menschen dermaßen eingeschüchtert walten zu lassen?

Nichts wirkt sich intensiv nachhaltiger aus, als wenn man Leidtragende bis an den Rand der Existenz drängt, ihnen alles nimmt, was halbwegs an Menschenwürde oder wahrhaftigen Humanismus erinnert. Dazu bedarf es stets ganz simplen, perfiden Mitteln: keine Zeit gönnen zum Grübeln, sie mit Falschmeldungen bombardieren, die Lebensmittel umfassend krankheitsverursachend belasten, das wohnliche Umfeld ungemütlich gestalten. Na, kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor, bemerken Sie etwa gewisse Parallelen zu unserer real existierenden Welt?

Ortswechsel – irgendwo im Palast einer nimmersatten Göre

Erst mal gemütlich sich ausgiebig strecken, ein Hinausfallen aus diesem riesig runden Bett ohnehin fast unmöglich erscheint mit einem Durchmesser von vier Metern. Wo bleibt denn nur diese dusselige Tina, die mir meine Klamotten reichen sollte, ich glaube, die können wir ebenso entlassen, das wäre dann die dritte in diesem Monat trotz guter Referenzen, fälschen die etwa ihre Zeugnisse, dachte Mademoiselle Claude völlig verärgert und ließ ihren Luxuskörper auf das Mahagoni-Parkett gleiten, echtes versteht sich, kein billiger Ersatz unter den vierhundert weltweiten Arten.

Irgendwann hatte die Angestellte die teuren Kleider ihr schließlich doch noch gereicht, Claude sich ein wenig unbeholfen angezogen und begab sich, die riesigen Flügeltüren aufstoßend, in den Garten, der von einem großen Park umgeben, dieser wiederum für viel Schutz sorgte. So die allgemein angedachte Auffassung jener Herrschaften, die die felsenfeste Meinung vertraten, sie hätten sich all ihren gesamten Reichtum rechtmäßig verdient, und die große Masse der immer ärmer werdenden Bevölkerung sei selbst Schuld an ihrem Schicksal. Kein Wunder, daß nimmersatte, gelangweilte Gören wie Claude nicht ansatzweise eine Vorstellung vom sorgenvollen Leben da draußen nachempfanden, weil sie ständig hofiert ein Dasein ohne jedwede materielle Verlustängste in vollen Zügen genießen konnten.

Der längst vollzogene Aufbruch ließ sich nicht mehr aufhalten

Wer schon einmal den gesamten Verlauf einer Lawine von den Anfängen bis hin zu ihrem finalen überlauten Ende erlebt hat, der kann nur bestätigen, wie eindrucksvoll und kraftvoll ein solches Naturereignis uns haften bleibt, man es nie wieder vergessen kann. Vor allem, niemand und nichts mag sie mehr aufhalten. Dasselbe gilt für eine längst vollzogene Aufbruchstimmung in weiten Teilen der Bevölkerung, selbst wenn sämtliche Medien noch meinten, sie müßten einer altgewordenen Gewohnheit zuliebe vertuschen, verdrängen oder einfach mit unwichtigen Meldungen von den sich fortlaufend entwickelnden, stillen Widerständen ablenken.

Bisher ließen sich die meisten Menschen beeindrucken, gar in die Irre führen, aber nach und nach entstand ein kollektives Bewußtsein, welches in dieser Form noch nicht stattgefunden hatte, obwohl die bösartigen Kräfte alles dransetzten, um ihre Autorität nicht in Frage stellen zu lassen. Das begann im Kindergartenalter, setzte sich in Schulen, Unis, im Berufs- und Privatleben fort, Hauptsache der Homo sapiens diente dem Urgedanken des Mammons, schon waren die Herrschenden zufrieden.

Doch nun bewegte sich die schnell wachsende Masse eben in jene Richtung des Aufräumens, jagte alles von dannen, was der Allgemeinheit schadete, duldete keinerlei Überreichtum, setzte all dem menschenverachtenden Treiben ein Ende. Aber nicht etwa mit Waffengewalt. Nein, das war völlig unnötig. Einige weltweite Generalstreiks, unzählige, gutorganisierte Flash-Mobs, das bereits seit geraumer Zeit konsequente Vorleben, wie man friedlich und bescheiden zusammenleben könne, aber auch die global sich ausbreitende Erkenntnis, daß genau das der Schlüssel zur harmonischen Koexistenz sein muß, führten schlußendlich zu einer sich rasch verbreitenden Entspannung. Die Menschheit war auf bestem Wege, friedlich ihre einzige Erde zu gestalten.

Diese Fiktion nur reine Illusion? Keinesfalls, wir selbst haben es tatsächlich in der Hand, eine Veränderung zuzulassen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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