Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur vorm Abschluss?


Widerstand kann es durchaus zum Scheitern bringen

Seitdem ein Donald Trump die Geschicke der USA lenkt, mit seinem America First der Welt aufzeigt, wie herzlich egal ihm bisherige Vereinbarungen sind, Hauptsache Erfolg und Profit beglücken das Wohl der Amis, befinden sich sämtliche initiierten Freihandelsabkommen, wobei der Hegemon beteiligt, auf Stand-by.

Erfreut natürlich sämtliche Gegner jener Freihandelsabkommen, sollte dennoch nicht hinwegtäuschen, daß es auch ohne die USA weitergeht, schließlich läßt man sich nicht derart einträgliche Geschäfte durch die Lappen gehen. Steht insofern das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur vorm Abschluß?

JEFTA mit Stein des Anstoßes – Mercosur bestätigt die Ignoranz

Beim letzten G20-Gipfel in Hamburg wurde es beschlossen: Nach CETA und TTIP folgt JEFTA auf dem Fuße. Entgegen sämtlicher berechtigter Kritik bewiesen die beteiligten Staaten ihren Willen, jenes Freihandelsabkommen unbedingt durchzusetzen, Mitte dieses Jahre soll es unterzeichnet werden, Anfang 2019 in Kraft treten. Gerade beim Investitionsschutz konnte bisherig keine Einigung erzielt werden, aber trotzdem wird die Unterzeichnung und das Inkrafttreten vorgezogen. Welch fatale Einladung zu Ungunsten besorgter Verbraucher.

Mercosur, die zusammengefaßte spanische Abkürzung für Mercado Común del Sur (Gemeinsamer Markt des Südens) wurde vor knapp 27 Jahren mittels Unterzeichnung des Vertrags von Asunción ins Leben gerufen, wobei neben dem wirtschaftlichen Intergrationsprozeß auch der politische eine Rolle spielen soll. Mit der Öffnung zum Freihandelsabkommen zwischen Südamerika und der EU erhoffen sich die Beteiligten etliche Vorteile, scheinen dennoch dabei die negativen Folgen für die Verbraucher zu übersehen oder gar zu ignorieren.

Stoppen Sie das neue TTIP!

So die Petition und der Aufruf von foodwatch zum Mercosur-Abkommen, das Anschreiben sich an die EU-Kommissarin für Handel, Cecilia Malmström, richtet, sie eindringlich gebeten wird, das bevorstehende Abkommen zu stoppen. Selbst wenn noch manche Hürden bevorstehen, die ein oder andere Verzögerung eine sofortige Umsetzung verhindert, haben wir gerade deshalb noch die Chance, rechtzeitig per Proteste zu intervenieren.

Grund genug, darauf hinzuweisen. Was beim TTIP sich eindrucksvoll zeigte, sollte beim jetzt bevorstehenden Freihandelsabkommen denselben Widerstand beinhalten, im Sinne aller Verbraucher hüben wie drüben des Atlantischen Ozeans.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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