Halbwahrheiten per trauter Schönfärberei unterwegs


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Wer nunmehr meint, nur weil das Glas halb voll sei, die andere Hälfte könne man mir nix dir nix kurzerhand unter den Tisch fallen lassen oder behaupten, es hätte eh keiner dran genippt, geschweige aus diesem getrunken, der verkennt die Wahrheit einfach, selbst wenn sie uns trügerisch tagtäglich begegnet.

Ultra posse nemo obligatur, niemand ist verpflichtet, mehr zu leisten, als er kann. Aber wer kann, sollte es zumindest versuchen. In der Politik scheinen solche Erwägungen kaum bis gar nicht zuzutreffen. Anschaulich das parteipolitische Gewurschtel mit etlichen Paradebeispielen, inwiefern Politiker sich den Belangen der Wähler verpflichtet fühlen, Hauptsache mittels Taktiererei erhält man seine Pöstchen, fleißiges Geschacher ohne nennenswerte Verbesserung desolater Zustände, zumal stets die Notbremse im Hinterkopf verankert schnell gezogen wird.

Das Zauberwort oder die Trumpfkarte, die dabei aus dem weiten Ärmel gezogen wird, lautet Krieg, ohne wenn und aber. Das hat bisher stets ungemütliche Fragen erspart, trotz unweigerlicher Zerstörung und Tod. Ein Gewissen gibt ohnehin jeder Politiker an der Pforte ab, sonst kann er gleich seinen Job an den Nagel hängen. Das bestreiten alle, doch handeln exakt danach.

Wie sonst können jene Verantwortliche des nachts ruhig schlafen, im Plenum ihre Statements abgeben, oftmals per Abstimmung sich gar enthalten, weil die Partei dies fordert? Bloß nicht ausscheren aus der Masse der Mehrheit, Rückgrat zeigen, das können die wenigsten. Genauso ist’s gewollt von denjenigen, die im Hintergrund agieren. Manch Namen bleiben unbenannt, wäre ja noch schöner, daß gewiße Wahrheiten nach außen dringen. Für was gibt es wohl jene um sich greifende Korruption, für irgendwas muß sie doch zu Nutzen sein?!

Händchenhaltend, zumindest symbolisch, präsentiert man sich trotz geringer Differenzen geschlossen vereint in der Sache, die da lautet, erneut stünden nötige Vorkehrungen bevor, mögliche Feindseligkeiten per Aufrüstung zumindest abzuschrecken. Kommt das dem ein oder anderen nicht befremdlich vor in Erinnerung an eine Zeit, sagen wir mal zwischen 1950 und 1990? In diesen vierzig Jahren tobte der Kalte Krieg, einmal ziemlich knapp vorm Auslösen einer atomaren Katastrophe. Aber was soll’s, ist ja nochmal gutgegangen.

Was viele unterschätzen, damals war die Welt noch relativ einfach und halbwegs überschaubar in ihren sogenannten Feindbildern definiert. Heute schaut das wesentlich komplizierter aus, stehen sich Allianzen feindlich gegenüber, wo Partner und Feind auch mal wechselseitig sich auf die Füße treten wie bei einem Anfängerkurs beim Tanzen. Nur das hierbei Menschenleben dran glauben müssen, immer mehr Zivilisten in Kriegen sterben, während Soldaten sich ziemlich gut zu schützen wissen, jenem mörderischen Handwerk helfen Technik mit entsprechenden Vorkehrungen.

Die Welt leidet unter zunehmender Gewalt in Krisen, mehr Kriegen, aber auch in friedlichen Gesellschaften, sodaß immer weniger Raum vorhanden, den Frieden hochzuhalten und entspannt zu leben. Das Böse obsiegt, wobei dem Guten der Garaus gemacht?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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