Seychellen: Indien gefährdet Riesenschildkröten


Bau einer indischen Militärbasis am Aldabra-Atoll wichtiger als Unesco-Welterbe?

Im Zuge des Globalismus geschehen allerlei Verbrechen auf Erden, neben umweltzerstörerischen schalten sich die Rüstungsindustrie und somit etliche Militärapparate hinzu, die erst recht keinerlei Rücksicht nehmen. Einerseits haben lang genug die US-Amerikaner der Welt überdeutlich gezeigt, welche Macht sie anstreben, sodaß sich andere Bündnisse berufen fühlen, dem entgegenzuhalten.

Die BRICS-Staaten kommen mehr in dieses perfide Spiel, somit auch die Republik Indien. In Kooperation mit den Seychellen befindet sich das Aldabra-Atoll im Visier, eine Militärbasis soll auf der Isola di Assumption gebaut werden, was unter anderem Riesenschildkröten gefährden wird. Das Unesco-Welterbe gerät dann dadurch ins Hintertreffen? Es schaut sehr danach aus. Der Verein Rettet den Regenwald fordert daher per Petition: Keine Militärbasis auf das Schildkröten-Atoll.

Klimawandel hinterläßt ohnehin seine gefährlichen Spuren beim Aldabra-Atoll

Selbst wenn ein Herr Trump den Klimawandel neben etlichen Rechtsradikalen und anderen Ignoranten einfach ins Lächerliche zieht, dessen Spuren sind unbedingt sichtbar beim Aldabra-Atoll, wie die News-Agentur „Seycheles“ im August letztes Jahr berichtete. Demnach stiegen die Wassertemperaturen im März bis auf 32,1°C, im April wurde ein Höchstwert von 36,3°C gemessen, was besonders die Korallen gefährde, die ansonsten 23° bis 29°C gewohnt waren.

Ein sicheres Indiz dafür, wie empfindlich etliche Gebiete weltweit reagieren angesichts des voranschreitenden Klimawandels. Selbstverständlich hat Mensch selbst sehr viel dazu beigetragen, diesen zu beschleunigen. Wann geht das endlich in die Köpfe derjenigen, die immer noch meinen, sie könnten einfach so weiter Mutter Erde zerstören?!

Aldabra-Riesenschildkröte vorm Aussterben bedroht?

Falls Indien seinen harschen Kurs fortsetzt, weder Petitionen noch das Eingreifen weltpolitisch Verantwortlicher bishin zur Unesco es daran hindern, könnte die noch einigermaßen große Population der Aldabra-Riesenschildkröte erheblich dezimiert werden, sogar vorm Aussterben bedroht sein.

Vor knapp zwölf Jahren verstarb das wohl älteste in Gefangenschaft lebende Tier im Zoo von Kalkutta, Adwaita (ins Deutsche übersetzt „der Einzigartige“), ein Aldabra-Riesenschildkrötenmännchen, das immerhin 256 Jahre alt wurde.

Ein jeder kann etwas tun, zumindest die Petition des Vereins Rettet den Regenwald unterzeichnen, im Anschreiben werden der Präsident der Republik Seychellen, Danny Faure, als auch die Leiterin des Unesco-Welterbezentrums, Mechthild Rössler, aufgefordert, sich für den Schutz der einzigartigen Inseln einzusetzen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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