George Soros spricht in Davos ein Machtwort


Verhaßt, verschmäht und dennoch bestechend scharfzüngig

Jeder Mensch mit entsprechenden Einflüssen polarisiert in vielen Richtungen. Warum sollte dies beim US-Investor George Soros sich anders verhalten? Erst recht mit seinem jüngsten Machtwort im schweizerischen Davos, wo er vorm Untergang der Zivilisation warnte.

Im Prinzip nichts neues, wer sich intensiv mit weltpolitischen Zusammenhängen auseinandersetzt und nicht die Augen vor deutlichen Tatsachen verschließt, wobei es keineswegs um irgendwelche utopischen Phantastereien geht. Besonders ein Dorn im Auge rechtsradikaler Strömungen und Putin-Verehrer, verhaßt, verschmäht und dennoch bestechend scharfzüngig jener George Soros? Natürlich sollte man dabei wesentlich genauer differenzieren, als ihn simpelst zu verurteilen.

Überreichtum bewirkt viel Einfluß

Was ein George Soros insofern sich nicht nehmen ließ, denken wir an seine Kampagne zurück, George W. Bush auszubremsen, einerseits vehement den Irak-Krieg verurteilte, linksgerichteten Gruppen spendete, aber andererseits den Afghanistan-Krieg guthieß. Welch Widerspruch, genauso wie sein ziemlich auffälliges Engagement bei den Euro-Maidanprotesten als unübersehbarer Gönner der neuen Regierung unter Poroschenko in der Ukraine.

Verständlicherweise setzte Soros alles daran, sich aktiv am Zusammenbruch des Ostblocks zu beteiligen, dem Ende der Sowjetunion, verharrte dann aber als Widersacher Putins, was wiederum seine Position der Ukraine gegenüber bestärkte. Ziemlich typisch für Überreiche, ihre Einflüsse geltend zu machen. Sie entscheiden sich eben für die andere politische Seite und rücken dann in den Fokus schärfster Kritik, bishin sie letztendlich zu hassen. So ergeht es ebenso einem George Soros, der ganz besonders bei der Neuen Rechten ein Dorn im Auge darstellt.

Vom Investor zum Philanthrop – wie paßt das zusammen?

George Soros wird nachgesagt, er sei inzwischen ein Philanthrop. Das läßt sich aber ziemlich schwerlich vereinbaren, wer schlichtweg dermaßen viel Einfluß hat. Auch hierbei geht es um gewisse Seiten, die bedient werden wollen, wobei gleichseitig andere das Nachsehen haben. Eine schier unlösbare Aufgabe, weil gut und böse untrennbar miteinander verknüpft.

Dennoch überwiegt das eigentliche Anliegen, folgerichtig gutes zu tun? Prinzipiell schon, aber mit entsprechenden Einbußen versteht sich. Die Welt tickt bekanntlich ziemlich vielseitig, das dichte Netz wirtschaftspolitischer Verflechtungen bei gegenseitigen Abhängigkeiten ist ohnehin kaum wirklich in Gänze durchschaubar.

Dabei entstehen zwangsläufig heftige Interessenskonflikte. Am Ende haben weite Teile der Bevölkerung das Nachsehen. Das weiß natürlich ein George Soros genauso wie alle anderen Menschen mit enstprechendem Einfluß. Dennoch verbleibt der Eindruck, daß George Soros Davos aufgemischt hat, jenes Wirtschaftsforum, welches sowieso berechtigterweise in der Kritik steht. Daß Soros sich dem nicht entziehen kann, liegt auf der Hand.

Lotor Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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