Ungewollt für Menschlichkeit geworben


Verpufft
der Sprache vergiftete Luft
auf den Straßen,
Kinder sie vergaßen.

Unmut sollte hängen bleiben,
wie Kleister an den Scheiben.
Die aus Wut brausende Gischt,
Stille hat sie weggewischt.

Unter unbeteiligten Passanten
Noemi und Kamal standen.
Kindergartenkinder, vier Jahre alt,
irritiert, verschreckt von der Gewalt.

Verängstigt suchten sie Nähe,
fühlten, ihre Liebe man wegnähme.
Selbstvergessen, eng umschlungen,
Sicherheit in der Einheit gefunden,

ungewollt zum Mittelpunkt geworden,
ungewollt für Menschlichkeit geworben,
umringt von Personen, die nicht gewußt,
wie man säubert die verpestete Haßluft.

Kein Kind, egal aus welcher Kultur,
folgt der nationalistischen Spur.
Menschlichkeit, nimmt Wind aus deren Segeln,
übernehmt dafür der Kinder Gefühle, Regeln.

Nafia

Kategorie: Gedichte

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gedichte abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.