Die Ruhe vor dem Sturm – alles nur Panikmache?


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Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte

Die Welt dreht sich, ob mit oder ohne uns Menschen. Egal wieviel Leid unsere Spezies sich und anderen antut, Mutter Erde folgt den kosmischen Gesetzmäßigkeiten ihrer Existenz, hinterfragt keineswegs. Das hat bereits etliche neben den großen Philosophen sich tagtäglich bewegt, warum ausgerechnet der Homo sapiens dermaßen unerschrocken sich selbst und der Natur schadet.

Dabei beruhigen nicht gerade solch Verantwortliche wie der „blonde Dolle“ in den USA, die Despoten in der Türkei und Nordkorea, Selbstgefällige wie jener Präsident in Russland oder das Königshaus in Saudi-Arabien, Zaghafte wie die ewige deutsche Kanzlerin, die Gemüter, vielmehr flammen Gedankenszenarien über die Ruhe vor dem Sturm auf. Alles nur Panikmache? Schließlich gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte politische Umwälzungen, die mit apokalyptischen Vorhersagen kommentiert wurden.

Und nun? Immerhin pflegt Mensch heutzutage eine erschreckend hohe technisierte Militärmaschinerie, die gleich sämtliches Leben mehrfach auszulöschen vermag, was eben früher nicht in dieser Form möglich war. Gleichzeitig greift die Gier nach Macht und Reichtum skrupellos um sich, verteilt auf immer weniger Schultern, während die große Masse ihr nahezu hilflos ausgeliefert. Das nennt Mensch gar Fortschritt. Er hat die Möglichkeiten, paradiesisch auf Erden zusammenzuleben, zieht es aber vor, die Zerstörung einfach zuzulassen. Welch Irrwitz!

Das Buch zuklappen, Gedanken voller Zweifel wegwischen, das eigene Leben in vollen Zügen genießen, sollte man meinen, simpelst zu vollziehen. Wenn da nicht die nackte, bestechend grausame Realität wäre, die all jene Ignoranten schneller einholen könnte, als ihnen lieb sein dürfte. Alles hängt mit allem zusammen, auch diejenigen, die gern verdrängen, werden somit eines Besseren belehrt. Historische Vergleiche gibt es unendlich viele, wo Dekadenz und Grausamkeit oftmals aufeinandertrafen, exzessiv ausgelebter Reichtum und extreme Armut und Elend.

Genug des Wehklagens, irgendwann verbleiben da kaum noch Lichtblicke eines Optimismus haften, der letzte Strohhalm, an dem man sich sorgenvoll zu klammern versucht. Jeder Tag sollte gelebt sein, als ob es der letzte sein könnte, mit entsprechender Rücksicht auf den Nächsten, einem behutsamen Miteinander voll gegenseitigem Respekt. Zuviel verlangt, eine solche eigentlich selbstverständliche Haltung? Offensichtlich, denn ansonsten wäre Mensch viel Leid erspart geblieben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Meinung

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