Flughafen Frankfurt: Treburer Oberwald besetzt


ROBIN WOOD unterstützt betroffene Gemeinden in ihren Protesten

Der Globalismus läßt sich keineswegs aufhalten und mit ihm dessen Auswirkungen auf Mensch und Natur erst recht nicht. Mit Blick zum Flugverkehr wird dies überdeutlich angesichts besonders steigender Zahlen im Inlandsflugverkehr. Obendrein nehmen Transportflüge gleichwohl zu.

Die Baumbesetzung gegen den drohenden Kahlschlag für den Frankfurter Flughafen ließ sich ROBIN WOOD einfallen, nicht zum ersten Mal, aber mit Sicherheit mit viel Engagement. Es sollen die bevorstehenden Bauarbeiten der Fraport AG verhindert werden, die rund sechs Hektar Wald zwischen den Städten Zeppelinheim und Walldorf roden will.

Berlins Verschiebung der Klimaziele beflügelt die Ignoranz

Ganz besonders all diejenigen, die ohnehin ebenso das Pariser Klimaabkommen negieren. Mit einem Donald Trump an der Spitze der USA argumentiert es sich ganz offensichtlich wesentlich leichter. Kein Wunder, daß auch Merkels Regierung ziemlich schnell die eigenen Klimaziele über Bord warf und zunächst weiter in die Zukunft schiebt, statt endlich zu den ursprünglichen Worten zu stehen.

Obwohl nach wie vor zwei Drittel des deutschen Waldes nach dem Waldsterben erkrankt, legt der bundesdeutsche Umweltschutz eben viel zu gering nach, zieht keine effektiven Konsequenzen. Ganz im Gegenteil wie man unschwer auch mit der geplanten Erweiterung des Frankfurter Flughafens zu Lasten dortiger Wälder feststellen muß.

Landesregierung wiederholte das Prozedere der Enteignung

Wie schon damals zuvor bei der Landebahn Nordwest. Die Fraport AG rechtfertigt völlig simpelst ihren wirtschaftlichen Bedarf und hugs flugs springt ihr die zuständige Landesregierung zur Seite, um betroffene Eigentümer ihrer Rechte zu berauben, deren Grundstücke werden nonchalant enteignet, schon darf mit dem Bau des Billig-fliegerflugsteigs begonnen werden.

Laut Bauplanung soll schon Mitte dieses Jahres mit dem teuren Flugsteig G (200 Millionen Euro) im Süden begonnen, zwei Jahre später dieser in Betrieb genommen werden. Die Protestgeschichten gegen Flughafenbauten wiederholen sich erneut, denken wir an den Streit um den Flärsheimer Wald in den 1980er Jahren, die Proteste vor rund zehn Jahren zur Verhinderung der Nordwest-Landebahn im Kelsterbacher Wald.

Im Ergebnis konnte sich jedesmal die Lobby des Flughafens durchsetzen, die Natur hatte das Nachsehen. Was seinen Ursprung mit den Planungen zur Startbahn West 1962 hatte, sich in ersten Protesten zu Beginn der 1970er Jahre entlud, setzt sich nunmehr fort. Ein Kampf ohne Aussicht auf Erfolg aus der Sicht der Flufhafengegner und Umweltschützer?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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