Wie viel Trump verträgt die Weltgemeinschaft?


David Cay Johnstons Buch entlarvt jenen “Humpty-Trumpty”

Und zwar als das, was er in Wirklichkeit ist: ein bösartiger Narzisst mit der emotionalen Reife eines Dreizehnjährigen. Bravo, bereits der zweite Autor, der sich in letzter Zeit entsprechend weit aus dem Fenster lehnt und berechtigterweise Dampf abläßt, was jenen 45. US-Präsidenten anbelangt. Natürlich erst recht ein Grund für dessen Anhänger, ihn verbissen zu verteidigen und all dessen Kritiker als unfähig oder gar neidisch hinzustellen.

Ganz offensichtlich machen all die Befürworter Trumps es sich reichlich einfach. Statt zuzugeben, welch dramatisch unfähiger Präsident seit knapp einem Jahr im Amt die Politik der reichsten Nation der Weltgemeinschaft mitgestalten darf, verdrängen sie lieber die dringend notwendige Frage, wieviel Trump diese vertragen kann.

Mit Hysterie hat das gar nichts zu tun

Erst recht nicht mit unsinniger Panikmache. Sondern schlicht und ergreifend mit entsprechend nüchternem Verstand. Wie kann es sein, daß dermaßen viele Menschen treudoof den Kurs dieses Donald Trump befürworten, obwohl dessen Verfehlungen, Behauptungen, Lügen und Hochstapeleien tagtäglich ihn als das entlarven, was er ist: komplett unfähig.

Hat dabei David Cay Johnson in seinem Buch „Trump im Amt“ genauso wie Michael Wolff ins Schwarze getroffen mit seiner schonungslos nüchternen Faktenaufzählung über die bisherig geleisteteten Verfehlungen? Ganz offensichtlich. Obendrein müßte so manch Fan von Trump wenigstens spätestens jetzt ein Lichtlein aufgehen, mit welch krimineller Energie das Trump-Imperium sich gegenseitig deckt, Hauptsache die eigenen Pfründe bleiben erhalten. Mit Weitsicht oder gar Rücksicht dem Volk gegenüber hat das gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil, solche Wesen würden eiskalt jeden Krieg vom Zaun brechen, sobald er eigene Taschen füllt. Was für Aussichten!

USA – das Land der unbegrenzten Storyteller

Je größer der Schein, desto mehr Anerkennung kann sich jedwede Hochstapelei sicher sein. Die USA haben ganz offensichtlich keinerlei Probleme mit solchen Figuren wie ihr neuester Präsident. Der kann sich nahezu alles leisten, schließlich ist er ja vom eigenen Volk gewählt, selbst wenn nicht mehrheitlich, so doch von viel zu vielen Unkritischen.

Was für ein Armutszeungnis! Vor allem für diejenigen, die zurecht enttäuscht über die eigenen Landsleute sind. Als ob die USA nicht schon genügend Probleme hätten, denken wir an die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt im Lande. Dies alles scheint kaum zu interessieren, man ist viel zu sehr damit beschäftigt, dem eigenen, unfähigen Präsidenten ständig nachzueifern, den Schaden möglichst zu begrenzen, den dieser wie ein Elefant im Porzellanladen hinterläßt. Hauptsache den Schein bewahren, alles ginge mit rechten Dingen zu. Wie lang mag das gutgehen? Nicht sehr lang!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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