Rechter Terror: Wie viel Gewalt verträgt die Bundesrepublik?


Wenn der Pöbel meint, sich über andere stellen zu müssen

Läßt er eben kurzerhand mal seinen Hund mitten in Dresden auf eine verschmähte Ausländerin los, das Tier als Waffe mißbraucht, ein Vorfall, der im Lande nicht zum ersten Mal stattfindet. Im Bundesland Sachsen, in dem gerade jene rechtsradikale AfD laut Umfragen vor einem Monat ganz besonders hoch punktet, zeigt sich deutlich, wohin die Gesellschaft driftet.

In eine Gewaltspirale, die sich längst verselbständigt, allerdings durch nichts entschuldigen läßt. Nur wer bestimmt das, wenn nicht wir selbst? Wo beginnt Zivilcourage wirklich zu greifen, wird die Ordungsmacht Herr der Lage? Die Gefahr, selbst Opfer zu werden bei Einmischung, nutzen die unerschrockenen Täter aus, der rechte Terror hat somit sein Ziel erreicht.

Geistige Brandstifter lachen sich ins Fäustchen

Kommt Ihnen das nicht bekannt vor? Jene Häme, wenn auch der historische Vergleich an allen Ecken und Kanten hinkt, wir leben nun mal in einer anderen Zeit, so haben jene geistigen Brandstifter eines bestimmt erwirkt: ihren abgrundtief, ekelerregenden Haß auf andere zu projezieren, um deren krude Botschaften in Taten umzusetzen. Das Maß des Rechten Terrors ist schon lange voll!

Die Gesellschaft schaut nur viel zu lange einfach weg. Mittels Ignoranz läßt sich rechtsradikaler Pöbel aber nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil, jene Kräfte scheinen sich ihrer Sache inzwischen immer sicherer, anders kann man die Zunahme solcher Verbrechen nicht werten.

Die Politik hat keine guten Antworten

Genau das sieht man unschwer mit Blick in den Deutschen Bundestag. Wenn dortigst bereits eine rechtsradikale Partei vom Volk gewählt Platz nimmt, dann hat sie ihre Hausaufgaben schlampig gemacht. Denn in der Regel verpönt der Bürger extremistisches Gedankengut, es sei denn, man teilt nicht seine Sorgen und Nöte.

Wenn Politik den Sozialstaat schröpft, gleichzeitig aufrüstet, die Finanzhaie weiterbedient, Großkonzerne hofiert, während Hartz-IV-Betroffene und Migranten sich den desolaten Wohnungsmarkt teilen müssen, der Niedriglohnsektor weiterboomt, dann dürfen wir uns nicht wundern, daß Haß, Neid und Mißgunst wachsen. Ideale Voraussetzungen, um per Hetze besonders Flüchtlinge, Migranten als Opfer entsprechend zu mißhandeln.

Die Politik wäre insofern sehr gut beraten, entsprechend schnelle Lösungen zu erschaffen, bevor die Gewalt dermaßen aus dem Ruder läuft, daß ein friedliches Zusammenleben stets gefährdet bleibt. Das kann und darf unsere Gesellschaft im eigenen Interesse unter keinen Umständen länger hinnehmen oder gar dulden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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