Brücke überqueren


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„Ich wollte gerade die Brücke überqueren,
da sah ich ihn stehen,
sein Gesicht, sein Antlitz
leuchtete wie meins, doch waren wir beide uneins.
Er sagte, er käme von weither,
doch er fände nirgendwo das Meer.“

Soll ich antworten, ihn einfach ignorieren?
Unheimlich wirkt er, aber mich würd es interessieren,
woher er kommt, zu welchem Meer er will,
sein Outfit ist nicht abgenützt, vor Jahren sicher mal schrill.
Ich seh ihn an, will Näheres erfahren, Auskunft geben,
Sprache und Gedanken sind eins, ich brauch nicht reden.

Keine Mimik verwischt sein Gesicht,
ich grinse, grinse ich wirklich?
Albern, ich erinnere mich an mein Meer,
das ist schon so lange her,
daß ich es sah,
damals, als ich noch nicht war.

Wir setzten uns, wir gingen, wir standen,
wir erklärten uns, unsere Geschichten uns verbanden.
Wir atmeten die Luft zwischen Nadir und Zenit, in unserer Seelenfront
lag die Grenze zwischen Himmel und Erde, der Horizont.
„Ich wollte gerade die Brücke überqueren,…“
dem weichen Sand, den tönenden Wellen mein Herz entleeren.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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