Wolffs „Fire and Fury“ rechnet schonungslos mit Donald Trump ab


Die USA haben den Präsidenten erhalten, den sie verdienen

Endlich ist die Katze aus dem Sack, oder reiht sich da Michael Wolffs neues Buch, welches nächste Woche erscheinen und die Welt beglücken soll, bloß ein in die lange Kette vorwurfsvoller Bemerkungen über diesen 45. US-Präsidenten? „Fire and Fury“ folgt dem Weg des Lästerns, daß die Balken sich biegen, schonungslos und folgerichtig.

Der erste Mann in den Staaten wollte das Präsidentenamt nicht, und kein geringerer als ausgerechnet Steve Bannon grätscht ihm in die Parade, plaudert beim Journalisten Michael Wolff aus dem Nähkästchen, damit dieser so manches Geheimnis im Enthüllungsbuch abdrucken darf? Schon droht Donald Trump Bannon mit juristischen Konsequenzen, die Veröffentlichung soll im Vorfeld verhindert werden. Ob dessen Amt fruchtet? Wer weiß.

Schmutzige Wäsche mal anders – was lange währt etwa doch nicht gut?

Zumal von lange schon gleich gar nicht die Rede sein kann, bekanntlich verlor auch Steve Bannon seinen Job unter diesem „Humpty-Trumpty“, paßte exakt ins Denkmuster des „Hire-Fire“, was offensichtlich dem rechtsradikalen Breitbart News Network Seiten-betreiber nicht im geringsten auszumachen scheint. Im Gegenteil folgt die „Rache“ nunmehr im Nachhinein.

Da hatte sich doch von Beginn an die Trumpomanie als Lachnummer entpuppt und wird jetzt erst recht duch Wolffs Schmöker bestätigt. Was lange währt etwa doch nicht gut? Zumal Donald Trump noch nicht ganz ein Jahr im Amt, beginnt sein Stuhl bereits kräftig zu wackeln, zum Leidwesen eigener Familie? Auch wenn schmutzige Wäsche sich mal anders präsentiert, so bestätigt sie dennoch sämtliche Gerüchte, die ohnehin schon lang im Raume standen.

Wenn Narzißmus sich ausschweifend rächt

Stockt all jenen der Atem, die doch anfangs auf Donald Trump setzten? Dessen wahres Gesicht und Natur hatte jene berechtigterweise auf den Plan gerufen, die eben zu genau wußten, wes Geistes Kind da die USA „beglücken“ würde. Andererseits dürfen sich die US-Amerikaner selbst in den Allerwertesten treten, zumindest diejenigen, die tatsächlich dachten, Trump würde sein Amt meistern.

Wer als „dollster im Land“ auftritt, dessen narzißtischer Überschwang entlarvt hugs flugs, wohin die politische Reise geht: von einem Fettnäpfchen ins nächste. Mal ganz abgesehen von den vielen Unwahrheiten, die per Twitter dieser freisetzt bishin zum erklärten Kampf gegen die Medien. Die USA wären sehr gut beraten, wenn sie schnellstmöglich endlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump einleiten, bevor es zu spät sein wird. Noch ist der bisherig angerichtete Schaden begrenzt, aber weltpolitische Herausforderungen verlangen nach gut durchdachten Lösungen. Die kann man schlecht von einem ersten Mann im Staate erwarten, der eigentlich gar nicht sein Amt ausüben will. So what?!

Lotar Martin Kamm

Update: So schnell kann es gehen, Michael Wolffs Buch soll heute noch veröffentlicht werden!

Kategorie: Politik

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Eine Antwort zu Wolffs „Fire and Fury“ rechnet schonungslos mit Donald Trump ab

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Ich habe ja schon vorletztes Jahr gesagt, dass Trump für uns gut ist, weil Europa sich endlich von den USA unabhängig machen kann, aber wieder dauert alles viel zu lange, und man wartet lieber darauf, dass er nach einer Amtszeit abgelöst wird, weil dann alles so bleiben kann wie es ist. Traurig und eine echte Verschwendung von Möglichkeiten zu mehr Frieden auf der Welt.

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