Was steht der Menschheit bevor?


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Überlegungen möglicher Szenarien

Ständig entsteht Bewegung auf unserem Planeten, obwohl dies schon immer der Fall war, wobei der Homo sapiens vergleichsweise erst seit kurzem hier verweilt, gemessen an der sehr langen Zeitspanne davor. Die Erde selbst hat ihren Prozeß der Entstehung längst nicht abgeschlossen, Erdbeben und Vulkanismus verdeutlichen dies nur zu heftig, auch wenn menschliche Opferzahlen wesentlich geringer sind im Verhältnis zu früher.

Noch im letzten Jahrhundert kamen beim verheerendsten Erdbeben 1976 in Tangshan (China) wahrscheinlich bis zu 650.000 Menschen ums Leben. Die Grenzen der Existenz werden von Mutter Erde immer wieder aufs Neue diktiert, trotz aller technischen Vorsorge. Naturkatastrophen hatten schon immer eine eigene Dynamik, die unser Verstand besser denn je erfassen kann, aber dessen Ohnmacht vor unberechenbaren Ereignissen nur zu deutlich uns aufzeigt, wie verletzlich und daher abhängig wir Menschen ihnen ausgeliefert sind.

Widerstände in politischen Systemen sind nicht zielführend

Letztendlich gibt es trotz aller geschickt verstrickt bezeichneter politischen Systeme nur eines, nämlich die Herrschaft einiger Weniger über ihre jeweiligen Völker. Seien es die Könige, die Adeligen oder die heutigen Superreichen, hervorgegangen aus grenzenlos wirtschaftlicher Ausbeutung, sie bestimmen unser aller Dasein. Darüber hinaus läßt sich sämtlich geschehenes Leid genau auf diese Umstände zurückführen.

Das lernen alle Schüler in den Geschichtsfächern weltweit, ohne daß irgendwelche Rückschlüsse im alltäglichen Leben daraus konsequent zur humaneren Veränderung beitragen würden. Sie haben sich zu fügen, keine weiteren Gedanken sich zu machen, sondern systemtreu zu funktionieren, so wie alles genau sich dieser Doktrin unterordnet. Klingt wie eine Phrase, oder? Ja, es ist eine gelebte Phrase, und wenn diese nicht hinterfragt wird, so darf sie sich einfach weiter ausbreiten wie ein Krebsgeschwür. Aber Halt, da gibt es inzwischen wachsenden Widerstand.

Oder verläuft der im Sande so wie jede revolutionären Strömungen bis hin zu echten Aufständen, die stets, ob schnell oder langsamer, wieder im Keim erstickt bzw. durch willfährige Herrschaftsuntergebene niedergeschlagen wurden? Solange Widerstände nicht als wirklich durchdachte Einigung sich artikulieren und auch präsentieren, haben die Mächtigen leichtes Spiel mit den Massen. Das Korsett der Unterdrückung umklammert immer noch die Völker, obwohl Arabischer Frühling, Occupy und andere Bewegungen global die Menschen aufwachen lassen, so haben sie sich weiterhin noch nicht effektiv befreit. Das Modell der Brot-und-Spiele hält noch zu viele in Schach, sie lassen sich blenden, wobei der Überlebenskampf natürlich dies auch mit sich bringt. Wer nichts zu beißen hat, möchte keine Menschheit retten, sondern erst mal sich selbst.

Auswege keineswegs utopisch

Stets hat bisherig das Kollektiv zum Leitwolf geschielt. Das beginnt in Familien, setzt sich fort in Gruppen wie Schulklassen, bei der Arbeitsstelle, auf Veranstaltungen, der Chef oder Leitende instruiert, hat das Sagen. Genau das bewährte sich quer durch sämtliche Kulturen wie ein roter Faden beim Menschen. Aber gibt es auch so etwas wie ein Kollektives Bewußtsein, hin zu selbstständigen Entscheidungen ohne den Boss fragen zu müssen? Sind wir endlich genau so mündig wie Kant dies beschrieb? Meistens nicht.

Das kann nur besser werden in einer Welt der freien Entfaltung ohne Gewalt, Mißhandlungen, einer allumfassenden Schulbildung, einer gerechten Verteilung. Utopie? Keineswegs, sondern letztlich der einzige Ausweg aus der Misere. Und bis dahin, weil die Zeit enorm drängt angesichts der existenzbedrohenden, ungelösten Mißstände, bleibt dem Homo sapiens nichts anderes übrig, als sich mal wieder von einigen Wenigen leiten zu lassen. Dazu bedarf es des Vertrauens, welches nur allzuoft mißbraucht wurde, wenn wir nur einen kurzen Blick zu den politisch Verantwortlichen werfen.

Politikverdrossenheit aber kann nur zur Konsequenz führen, daß die Extremisten mal wieder aufgesucht werden oder aber sich eine gewisse Resignation ausbreitet, die alles andere als konstruktive Denkanstöße geben kann. Das Gegenteil geschieht: Lethargie breitet sich aus, verharrender Stillstand. Dies gilt es, somit zu vermeiden, auch wenn er schon sich vielerorts etabliert hat. Die Menschen brauchen wieder ein Signal, viel Hoffnung auf ein Ziel hin, welches lautet: entweder überleben oder aber alles aufgeben.

Natürlich kann man jetzt erwidern: Hatten wir schon mal, mehrfach. Nur eines sollten wir dabei bedenken. Durch den technischen Fortschritt kann einiges für immer zerstört werden und auch bleiben – das war früher noch nicht möglich gewesen. Die Reise des Menschen könnte daher ein schnelles Ende erhalten. Bemühen wir uns, dies zu verhindern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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