Chemiegiganten dürfen weiterhin Menschenleben gefährden


Lauren Wassers Leidensweg mit Toxischem Schocksyndrom

Der chemischen Verbindungen, die Mensch sich erdacht und eigener Spezies tagtäglich zumutet, gibt es stets neue, wobei in erster Linie der Profit im Visier einer chemischen Industrie. Genau deshalb wird dermaßen rücksichtslos gehandelt, ganze Rechts-abteilungen jedwede Schadensklagen abschmettern, selbst die Gesetzgebung etliche Lücken aufweist, die sich jene windige Praxis zu Nutzen macht.

Lauren Wassers Leidensweg mit dem Toxischen Schocksyndrom (TSS), ein Tampon kostete sie fast das Leben, betrifft zwar statistisch einen Menschen auf 100.000, aber selbst dies darf niemals ein Argument sein, jenes Martyrium seitens der Chemiegiganten in Kauf zu nehmen.

Vom erfolgreichen Model zum Opfer der Binde Kotex von Kimberly-Clark

Ein simples Tampon verantwortlich für die Folgekrankheiten, die das erfolgreiche Model Lauren Wasser erlitt? Man mag es kaum glauben, aber die Firma Kimberly-Clark scheint kein Interesse daran zu haben, einsichtig das Tampon vom Markt zu nehmen.

Nachdem die damals 24-Jährige gerade so dem Tod von der Schippe springen konnte, vor der festgestellten Diagnose des Toxischen Schocksyndroms erlitt sie nach hohem Fieber schließlich einen Herzinfarkt, eine Lungenentzündung bishin zu Nierenversagen. Danach erfolgte der erschreckende Befund, sie wurde in ein medizinisch induziertes Koma versetzt, es wurden mehrere Bluttransfusionen durchgeführt, am Ende mußten die Ärzte ihr das rechte Bein ambutieren sowie drei Zehen an ihrem linken Fuß.

Inzwischen steht die Ambutation ihres zweiten Beines bevor, läßt sich der Eingriff nicht vermeiden, um ihr Leben zu retten. Es versteht sich von selbst, daß die Betroffene sich an die Öffentlichkeit wendet, vor allem andere Frauen eindringlich warnt,  gefahrlose Tampons fordert.

Wer stoppt eine derartig verantwortungslose chemische Industrie?

Im Grunde genommen haben wir alle selbst dies in der Hand, indem wir die gewählte Politik auffordern, mit entsprechenden Gesetzen sie letztlich zu zwingen. Bekanntlich beißt man nicht die Hand, die einen füttert. Der Einfluß und somit das Diktat der Chemiegiganten spielt wohl doch eine größere Rolle als ein betroffenes Menschenleben. Wir erleben es doch auch bei den Tricksereien der Zutatenlisten in Lebensmitteln.

Das scheint die Lebensmittelindustrie kaum zu berühren, geschweige denn ernsthaft betroffene Verbraucher schützen zu wollen. Nur mit entsprechendem gesetzlichen Druck funktioniert es eher. Welch dramatisch traurige Erkenntnis. Man könnte auch schlichtweg behaupten, daß eine gewisse kriminelle Einstellung mitschwingt.

Mutter Erde hat genügend Antworten parat, inwieweit natürliche Kreisläufe ein sinnvolles Miteinander rechtfertigen. Nur der Mensch scheint sich seiner Rolle nicht mehr bewußt zu sein, deshalb zerstört er sie bedenkenlos, um dies auch noch als Fortschritt zu bezeichnen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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3 Antworten zu Chemiegiganten dürfen weiterhin Menschenleben gefährden

  1. wolfbaer schreibt:

    Es ist nicht die Chemie. Das toxische Schocksyndrom entsteht durch nicht sterile Handhabung des Tampons durch die Menstruierende und wird durch die Dauer der Verweilzeit des Tampons begünstigt. Natürlich könnten die Hersteller solcher Hygiene-Artikel „giftige“ Konservierungsstoffe verwenden, um die Bakterienvermehrung zu unterdrücken, doch dies hätte wiederum einen Aufschrei der Chemiegegner zur Folge, weil dadurch wahrscheinlich Allergien ausgelöst würden.

    TSS ist die Folge der Convenience-Sucht, die wir in allen Lebensbereichen vorfinden. Alles easy, sauber und unsichtbar. So lange da alles gutgeht, sind wir begeistert, wie clever wir mit den Widrigkeiten der Natur umgehen, aber sobald etwas schiefgeht, und sei es noch so selbstverschuldet, wird der erste sich anbietende Schuldige ans Kreuz genagelt. Die CHEMIE bietet sich immer an – selbst dann, wenn sie damit überhaupt nichts zu tun hat.

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  2. hraban57 schreibt:

    Sicherlich spielt die verkehrte Handhabung mit Tampons eine Rolle, sodaß dann keine Sterilität mehr gewährleistet wird, eben weil das Model den Tampon zu lange trug. Allerdings kann sich die Chemie-Lobby dennoch nicht simpelst dadurch aus der Verantwortung stehlen. Selbstverständlich kann man das Material der Tampons beanstanden, was Lauren Wasser auch anwaltlich überprüfen läßt, dem Hersteller vorwirft. Klar doch, wer die Chemie „ans Kreuz nageln will“, den beäugt man besonders akribisch. Es darf doch nicht sein, was nicht sein kann. Ich bleibe somit skeptisch, ganz besonders wenn der Gegenwind zunimmt, man sich allzu schnell in Unschuld baden will.

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    • wolfbaer schreibt:

      Der Tampon hat mit Chemie nicht mehr zu tun als das Toastbrot mit der Zugspitze.
      Auch wenn Tampons zum Teil von pharmazeutischen Unternehmen angeboten werden, sind sie nichts, was man als Chemie-Erzeugnisse bezeichnen sollte, und, vor allem: Es gehen von ihnen keine chemischen Gefahren aus, die ein toxisches Schocksyndrom auslösen könnten.
      Die schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Frau Wasser sind zutiefst bedauerlich. Ja. Ein Zusammenhang mit „Chemie“ und verantwortungslosen Chemiegiganten besteht allerdings nicht und sollte im Interesse der eigenen Glaubwürdigkeit auch nicht hergestellt werden. Die Forderung, das Produkt vom Markt zu nehmen, kommt der Forderung gleich, den Vertrieb von Hämmern einzustellen, nur weil sich damit schon mal ein Heimwerker den linken Daumen breitgeklopft hat.

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