Der Gag der Woche – oder wieso man vieles ernst nehmen sollte


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Diäten im Härtetest

Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln, bloß keine unsinnigen Sprüche kloppen, schließlich belastet all diejenigen bereits das Gelaber unserer Politiker unter der Glaskuppel im Deutschen Reichtstagsgebäude, wo das Plenum mal nebenbei seine Diäten erhöhte. Während der hart arbeitende Durchschnittsmalocher von irgendwelchen Lohnerhöhungen träumen darf, daß sie halbwegs eher ungerecht ausfallen, gönnt sich so nen Bundestagsabgeordneter seinen Lohn in einer Selbstverständlichkeit, die gen Himmel schreit.

Ach, den gibt es ja nicht, gallisches Phobiegeschwätz, nicht erst seit Asterix und Obelix, dann lieber mithalten wollen bei möglichen Raumfahrtillusionen wie jener blonde Dolle in den Vereinigten Staaten, nö, nicht von Europa, sondern von Amerika. Denen hinkt der alte Kontinent weiterhin hinterher, obwohl die meisten geistig-wissenschaftlichen Errungen-schaften eben nicht im Land der Stars and Stripes entstanden. Jedoch nützen neidische Vergleiche nichts, führen eher in die Irre.

Blicken wir nach vorne. Tatsächlich? Hinsichtlich neuaufkeimenden Nationalismus kann ja davon kaum die Rede sein, insofern eher ein Rückfall gen kleinkarriertem Denken, der unweigerlich zu Rassismus und noch mehr Kriegen führt. Ist genauso gewollt. Nur, daß die meisten das noch oder gar nicht schnallen wollen oder können. Trotz all der Bildung und Aufklärung dem trogen Shitstorm von Gewaltexzessen verfallen? Eine merkwürdige Spezies, die sich dabei gar als Mensch bezeichnet, obendrein mit Verstand.

Der wird wohl ausgeschaltet, tilt wie bei nem Flipper, wenn die Kugel zu heftig gen Bande knallt, nur daß es dabei zu viele Opfer gibt, fast immer unschuldige. Zynisten nennen es Kollateralschaden, andere mit entsprechender Empathie völlig unnötig, grausame Verbrechen wider der Schöpfung. Ein gefundenes Fressen für all jene, die weder Gott noch irgend einem Glauben trauen, sondern vor allem nur ans eigene Ego denken, rücksichtslos und das mit Inbrunst.

Wobei wir wieder bei der Politik landen, das Leben geht ohne sowieso nicht, Mensch ist ihr nicht einfach hilflos ausgeliefert, er manövriert sich schon selbst da hinein, vor allem seitdem er ständig bestimmten Führern gehorcht, sich in seiner Rolle des Dienenden, Unmündigen begibt, ohne andere daran zu beteiligen, selbst Ungerechtigkeit erst gar nicht zuzulassen. Leichter gesagt als getan. Und doch haben wir alle die Möglichkeit dazu.

Rollen suchen Texte, die sich artikulieren per Ideenreichtum, das Leben zu blühen beginnt, wenn neben sinnvollen Taten Liebe mitschwingt, die stets geben will, Antworten erhält bei einem Miteinander respektvoller Empfängnis, die einen Kreis schließt, um der Welt den Spiegel des Seins vorzuhalten. Zerstören wir es nicht, jenes kostbare Gut, nicht im Sinne von Reichtum, sondern von ungewollter Armut, die niemand erleiden muß, wenn Mensch endlich begreift. Diäten zu hoch, die Verhältnisse schon längst aus dem Ruder auf dem sinkenden Schiff einer Menschheit, die weiterhin auf Ausbeutung baut.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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