Regierungen bilden sich manchmal halt neu


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Alte Zöpfe besser abschneiden!

Bloß nicht ins selbe Fahrwasser geraten, das wäre ja noch schöner. Oder sollte man eher sagen: bequemer? Letzteres hat sich doch so toll bewährt mit jener Kanzlerin an der Spitze, die dem „Dicken“ nacheifert, ob mit oder ohne Geldkoffer, Hauptsache die Fäden in der Hand, zumal die Umfragewerte sie am laufenden Band bestätigen, die Deutschen haben sie angeblich lieb.

Wieso denn angeblich? Kann man nicht mal mehr den Prognosen und Gefälligkeitesinstituten Glauben schenken? Wo bleibt denn dabei der Anker, der Stützpfeiler, der die armen, gebeutelten Volksverdreher… äh… vertreter kräftigt, sicher begleitet? Ganz einfach, Medienmacher und gezielte Interventionen der Wirtschaft und Hochfinanz steuern das Regierungsschiff in den sicheren Hafen. Nur auf welchen Weg ist hier die Quizfrage.

Nach GroKo wollten die Wähler einerseits etwas anderes, Jamaika, Minderheitsregierung oder gar neue Modelle wie ne KoKo? Wat’n dat? Eine Kooperationskoalition, aha. Seit wann kooperieren denn die Sozen mit der Union oder gar umgekehrt? Nachdem das schon mit tragischen Ergebnissen in den zurückliegenden GroKos mehr recht als schlecht gelang, warum per KoKo, fragt sich der neugierig interessierte Wähler.

Kein Wunder, daß jenes rechte Gesocks im Deutschen Bundestag sitzt, die europäisch-rechtsradikalen Strömungen nachäfft. Gelegenheit macht nicht nur Diebe, auch simple Phrasendrescher fühlen sich ganz offensichtlich berufen, endlich ihren Gewaltphantasien freien Lauf zu lassen. Man läßt sie ja gewähren, demokratisch legitimiert. Wohin das führt, steht auf einem anderen Blatt, obwohl das bekannt sein sollte mit Blick ins Geschichtsbuch.

Dennoch alte Zöpfe abschneiden? Aber latürnich, jetzt erst recht. In anderen Worten, ein Wiederaufguß der ollen GroKo bedeutet eben keine Chance, besonders mit jener Frau Merkel vorneweg. Leuchtende Beispiele verfehlter Politik gibt es zu genüge mit Blick gen USA oder Großbritannien, Polen oder Ungarn, genauso wie China und Russland. Überall sitzen die Verkehrten an der Spitze der Regierungsverantwortung, wenn man die politischen Folgen in der Welt betrachtet.

Das schaltet man dafür meist aus, verzettelt sich per Medienhype, Facebook oder handfesten Problemen im Alltag. Sie lesen richtig, den gibt es tatsächlich. Und der taxiert uns wesentlich mehr als all die entfernteren Probleme. Was kann Mensch, der Einzelne dagegen tun? Ganz besonders der Wähler? Die richtige Partei wählen, scheint ein Auslaufmodell zu sein, wie man es dreht und wendet, die Regierenden verfallen ihrer Gier. Nicht wählen paßt aber ebenso nicht, weil andere davon profitieren.

Alles beim Alten, wie gehabt? Nö, vielleicht mal echt kleinere Parteien wählen, ihre Programme wirklich lesen, um dann zu entscheiden. Kein alter Hut, aber eine Möglichkeit. Immer noch besser als die, die jetzt wieder vieles verkorksen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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