O Tannenbaum wie giftig sind deine Nadeln


Vom Wald- zum Plantagenbaum weihnachtet’s bald wieder

Wer kennt es nicht, das Lied „O Tannenbaum“, welches alljährig zu Weihnachten, am Heiligabend im Kreise der Familien vorm geschmückt, hell erleuchteten Tannenbaum gesungen wird? Ernst Anschütz schrieb es 1827 um, zuvor diente es August Zarnack als Lied über einen enttäuschten Liebhaber.

Inzwischen werden hierzulande gut 30 Millionen Bäume verkauft, überwiegend die eher geruchlosen Nordmanntannen lösten die zuvor oftmals verwendeten Blaufichten ab. Doch seit den erheblichen Waldschäden durch den Orkan Kyrill vor zehn Jahren wird auf Anbauflächen per Monokulturen gesetzt, rücksichtslos kommt es zum Einsatz von Herbiziden und Pestiziden, die unsere Umwelt erheblich belasten, Verbraucher somit ihren verantwortlichen Anteil daran mitzutragen haben.

Öko-Weihnachtsbäume durchaus ratsam

Dabei mögen all jene ruhig die Nase rümpfen, die auch in anderen Lebensbereichen eher verächtlich dreinblicken, wenn Menschen umweltbewußter sich ernähern, obwohl es manchmal auch schwarze Schafe unter dem Label „Bio oder Öko““ durchaus geben mag. Kein Grund voller Inbrunst den verfehlten Weg konservativer Landwirtschaft hochzuhalten, Mutter Erde verträgt keine toxisch unnötige Belastungen, die obendrein auch den Menschen selbst erheblich schaden.

Insofern kann der Aufruf von ROBIN WOOD unbedingt beherzigt werden, Sinn machen, wer sich einen Tannenbaum zu Weihnachten kaufen möchte. Gleichzeitig wird auch das traute Heim nicht belastet, was bei einem handelsüblich erstandenem Weihnachtsbaum der Fall sein wird. Die Kostenfrage entfällt, weil die Preise gleichwertig. Schade nur, daß immer noch zu wenige angeboten werden. Andererseits gilt auch hierbei das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn mehr Verbraucher auf giftfreie Tannenbäume bestehen, denken Händler sicherlich im eigenen Interesse um.

Künstliche Weihnachtsbäume im Rausch der Superlative

Längst ist Weihnachten ein knallhartes Geschäft, finden sowieso die meisten Umsätze des Jahres statt, das Beschenken unterm Weihnachtsbaum gilt als das Zugpferd, damit der Euro rollt. Und wenn es keine echten Bäume sind, dann halt künstliche aus Kunststoff.

Der Ölindustrie kann dies somit nur recht und billig sein. Ein paar Superlative gefällig? Während laut Betreiber angeblich in Dortmund der „größte künstliche Weihnachtsbaum“ auf dessen Weihnachtsmarkt mit einer Höhe von 45 Metern aufgestellt wird, steht in einer Dortmunder Kunstgalerie der wohl kleinste mit einer Höhe von 14 Millimetern.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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