Die anrüchig verlogenen Abenteuer des HdI


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Vom Nahkämpfer zum Jugendscout

Abenteuerromantik beflügelt nahezu die meisten Menschen, vor allem wenn in den Dämmer- und Nachtstunden das Lagerfeuer heimelig prasselt, man quatschend gut gelaunt zusammensitzt, eine Klampfe spielt, die ein oder andere Trommel, Getränke verbindend Zungen lockern, manche Tüte Gras geraucht wird, um auch solche Eindrücke wiederzugeben.

Aber letzteres bloß nicht für den geläuterten Jungspunt, dem Herrn der Insel HdI, der zwar weiterhin introvertiert durchs Leben stampfte, aber einen gewissen Halt fand in der Szene der Republikaner. Sein Alter Herr sorgte für entsprechende Kontakte aus dessen Jugend, die ihn zusammen mit seinem verschrobenem Bild vom Führer auf Kurs bringen sollten. Was durchaus fruchtete. Nichts funktioniert leichter als das entzündende Feuer des Fanatismus, Neonazis stellen ein Paradebeispiel dar.

Trotzdem oder gerade deshalb eckte der HdI nonstop an, schließlich galt es zwar, weiterhin unscheinbar möglichst unauffällig sich während der Schulzeit zu verhalten, aber dessen Gesinnung ließ sich eben nicht dauerhaft verbergen, erst recht nicht in der Provinz, wo ohnehin jeder alles vom anderen weiß oder herauskriegt.

Umso wichtiger, sich gegen Anfeindungen, die vor allem im zunehmenden Alter oftmals physischer Natur, zu wappnen. Nichts leichter als das, zusammen mit den Vorlagen aus der Filmwelt, die harten Idole gaben ihm Halt, es ihnen wenigstens in der Vorstellung gleichzutun. Und schwuppdiwupp wurde aus dem stillen Knaben ein Mannsbild von Nahkämpfer, daß der Schulhof erzitterte, Lehrkräfte sich wegduckten ob so vielem Selbstbewußtsein.

Auch lehrreiche Angebote wurden zum Besten gegeben, vom Musikprofi bis hin zum Schnitzkünstler, siehe Lagerfeuer und so weiter. Die Verstrickungen in selbsterlogener Traum- und Lügenwelt nahmen exorbitante Formen an, Hauptsache die direkte Umwelt schluckte seine Ausführungen. Mit der Zeit führte er immer mehr Leute hinters Licht, außer wenn direkte, unvermeidbare Konfrontationen sich ergaben, dann konnte man schnellestens wieder in die Rolle des Opfers schlüpfen.

Kommt Ihnen bekannt vor hinsichtlich gegenwärtig sich neu formierenden Berufspolitikern wie die aus jener AfD? Aber lassen wir das, gehört nur indirekt hierher. Der Nährboden zum Rassismus war ohnehin schon längst beim HdI vollzogen, schließlich galt es, von Klein auf „deutsche Werte“ hochzuhalten, die besonders sein alter Herr stets nuschelnd ihm ins Ohr flüsterte bei jeder Gelegenheit. Phrasen wie unabdingbare Loyalität, Gehorsam, Vaterlandsliebe wurden ständig betont, selbst wenn man selbst andere hinterging. Das wurde als besondere Umstände abgetan.

Konnte der HdI diesen Weg auf Dauer durchhalten, zumal immer mehr Beobacher dessen verlogene Scheinwelt durchschaut hatten? Natürlich nicht.

Lotar Martin Kamm

Eine Satireserie über den „Herrn der Insel“ – Geburt der Hochstapelei

Kategorie: Satire

Nachtrag: Die Satireserie endet hier, weil ich einer Zensur unterliege, die ich mir nicht gefallen lasse!

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