Trumps Nahostpolitik scheitert an Jerusalem


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Trompetengeschmetter ohne Sinn und Verstand

Die Liste politischer Entgleisungen bei diesem 45. US-Präsidenten wird kontinuierlich länger, was keineswegs überraschen sollte, sich während den Wahlkampfzeiten ankündigte und nach bald elf Monaten im Amt kein gutes Licht auf den Hegemon wirft, der ohnehin schon vor Donald Trump mittels etlicher militärischer Einsätze der Welt offenbarte, wie widerlich Unmenschlichkeit Angst und Schrecken verbreitet.

Manche mögen es als Antiamerikanismus abtun, wenn kritische Töne gen Washington erhoben werden, im Grunde sind sie mehr als berechtigt. Im Fall von Donald Trump erst recht, dessen Nahostpolitik an Jerusalem zu scheitern droht, sollte er die heilige Stadt zur Hauptstadt Israels erklären.

Erdoğan und Abbas warnen vor Überschreitung einer roten Linie

Mit 9/11 wurde ohnehin der Krieg des Abendlandes gegen das Morgenland eröffnet, könnte man überspitzt im Nachhinein behaupten, weltweiter Terror nahm seitdem erheblich zu, neben etlichen Verschwörungsszenarien konnte sich ebenso eine erneute rechtsradikale Wende besonders im europäischen Raum entwickeln. Etliche Stimmen meinen nicht unberechtigt, daß dies ein geplantes Kalkül sei.

Waren bereits die Waffenlieferungen an die Kurdenmiliz YPG dem“Türkischen Pascha“ ein Dorn im Auge, mit Konsequenzen zu drohen, warnte Erdoğan den US-Präsidenten, „Jerusalem sei die rote Linie der Muslime“, sollte es dazu kommen, werde er schnellstmöglich einen Gipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul einberufen. Es versteht sich von selbst, daß sowohl Macron als auch Gabriel das Verhalten Trumps mißbilligen.

Wieviel Trump verträgt die Weltgemeinschaft denn noch?

Was muß noch alles geschehen, bis der ohnehin nicht zu übersehende Widerstand in den USA selbst auch weltweit endlich höhere Wellen schlägt angesichts dieser unsagbar fragwürdigen Politik des Herrn Trump? Während es nach wie vor genügend Stimmen gibt, die berechtigte Kritik gen Donald Trump als Hetze bezeichnen, beginnen immer mehr republikanische Politiker den US-Präsidenten zu hinterfragen. Gut so, das läßt zunächst hoffen.

Dennoch rächt sich „Humpty-Trumptys Unfähigkeit“ zusehends mehr, zumal etliche Konflikte nicht nur neu hinzukommen, sondern durch ihn sich schnell zuspitzen können. Wer cholerisch unbedacht wie ein Elefant im Porzellanladen auf politischer Weltbühne unterwegs, sorgt nicht nur für entsetztes Auseinanderdividieren vorher heilsamer Prozesse, sondern vergrößert Probleme viel eher, die am Ende nicht zu lösen sind.

Kann in der Stadt des „Friedens“, in der heiligen Stadt Jerusalem wieder Frieden einkehren? Mit einem Donald Trump und einem Recep Erdoğan wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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