Griechenland: Alexis Tsipras Wandel mehr als absehbar


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flickr.com/ DIE LINKE. in Europa/ (CC BY-NC 2.0) https://www.flickr.com/photos/linkeimep/13758713675/sizes/z/

Linke Politik wird keinesfalls geduldet

Die Hoffnung stirbt nicht zuletzt, sie zerstreut sich viel eher im knallharten politischen Geschäft, was ein jeder weiß, der sich mit ihm real auseinandersetzt oder mittendrin ihm ausgeliefert zweckdienlich folgt wie Alexis Tsipras, der seit zwei Jahren in einer Koalition mit der ANEL als Ministerpräsident Griechenlands regiert. Dessen Wandel war somit durchaus absehbar.

Gesamthistorisch betrachtet, erweist sich immer wieder, daß linke Politik keinesfalls geduldet wird, am Ende setzen sich mit neoliberalen Kräften konzernkapitalistische Vorgaben durch, insofern entspricht der Eindruck, kommt der Realität äußerst nahe, daß Tsipras SYRIZA ihr linkes Gesicht verliert, er selbst vom Revolutionär zum Konservativen mutiert.

Klägliche Versuche der Schadensbegrenzung

Können daher mitnichten fruchten. Dem schwindenden Rückhalt in der Bevölkerung wird Tsipras wohl kaum wirklich glaubwürdig per milliardenschwer beschlossenen Sozialpaket begegnen können, zu viel Enttäuschte haben sich längst von ihm abgewandt.

Sparen auf Kosten der wirklich Bedürftigen? Kommt einem das nicht bekannt vor, denken wir an den unsäglichen Kurs der hiesigen SPD und ihrer Agenda 2010? Stets dann, wenn die politische Staatsmacht ihre eigenen Pfründe gefährdet von dannen ziehen sieht, müssen halt die sozial Schwächsten im Lande dran glauben, das hat stets in sämtlichen Systemen genauso gefruchtet, wieso sollten da die Sozen eine Ausnahme machen.

Welch tiefgründige Widersprüche ergeben sich bei allen politischen Beobachtern? Einerseits die dramatische Rettung des kleinen Griechenlands vor lauter Schuldenlast und Sparzwangverordnung, gleichzeitig der offensichtliche Wandel des Alexis Tsipras, der auch nur sich den Gesetzen der Kapitalflüsse beugt.

Tsipras Belehrung gen Bundesregierung ein Fettnäpfchen mehr

Das sollte er lieber lassen, selbst wenn man gemeinsam mit einem jungen Emmanuel Macron sich wohl fühlt, das Bad in der Öffentlichkeit scheinbar genießt. Schon vergessen, welch große Summen in den Rettungspaketen gen Griechenland flossen, immerhin 256 Milliarden Euro?

Es geht nicht darum, daß ein Herr Tsipras kritisieren darf oder es eher sein läßt, sondern im eigenen Land besser seine Hausaufgaben zu machen, statt die derzeit angeschlagene BRD zu hinterfragen. Eine erneute deutsche GroKo könnte ihn schnell wieder auf den Boden der Tatsachen führen, auch wenn man mit einer solchen nicht unbedingt einverstanden sein muß.

Alexis Tsipras wäre insofern nicht nur gut beraten, seine eigene politische Richtung zu überdenken, sondern auch endlich seine ursprüngliche Haltung, schließlich schadet ihm wohl ziemlich offensichtlich das Bündnis mit der rechtspopulistischen ANEL.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Politik

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