Die neuen Anderen


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Die neuen Anderen leben vor, wie man es anstellt,
wenn man aus dem Dünkel wieder strebt nach Macht,
nach einem Leben geprägt durch Gehorsam,
Kameradschaft ablöst Freundschaft.

Der Wandel beginnt mit dem Mißbrauch der Sprache,
abgelöst werden die Spottsprüche durch Phrasen,
die prägen sich leichter ein, sind zu allem abrufbar,
tönen dann aus vieler Mund, wird Meinungsfreiheit.

Bedeutet aber nicht, jeder darf sagen, was er will,
was Wahrheit, was Lüge, nur ein kleiner Teil bestimmt.
Keine Staatsform ist so einfach wie die einer Angstgemeinschaft,
wie die…, endlich einer, der uns die Augen öffnet.

Genau in diesem Moment, wenn´s vom Podium schallt,
wir haben euch die Moral, die Treue, die Ordnung, das Land
wiederbeschafft, Solidarität bedeutet Herrschaftsmacht,
seid ihr eure Meinungsfreiheit, eure Individualität los.

Wer die Sprache erniedrigt, um sich zu positionieren,
sie als Spötterin verkleidet, um Polemik zu betreiben,
Haßtriaden als Kontroverse stilisiert, der ist kein Held,
der vergewaltigt das Wort, um Hörigkeit zu erschaffen.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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