Frenetischer Applaus oder gähnende Langeweile hierzulande


Satirischer Rückblick…

Befaßt sich jener 100te bis zur letzten Zeile, welch Schande, oder sollte man besser sagen, statt sich interessiert zu beklagen, daß politische Pleiten bevorstehen, Probleme keineswegs von dannen gehen? Einerlei, am Anfang waren weder das Huhn noch das Ei, viel mehr das Wort, welches in einem fort sich zu artikulieren sucht. Verflucht, es sah darin keinen Sinn, jetzt ham Sie’s gelesen, da geht es hin…

Bloß nicht verzagen, denn Rigorismus beginnt oder endet keineswegs im Graben. Vielmehr bleibt er latent erhalten, darüber etliche schalten und walten. Da könnense noch manches abgrasen, denn wenn Humor Brücken schlägt, heißt’s weg vom Trübsal blasen. Egal ob man den eigenen Ast absägt?

Wat fürn Ausblick in deutscher Politik! Insofern das Jamaika-Aus keine Überraschung darstellte, wurscht wer welches Urteil darüber fällte. Mögen die Sozen sich etwa danach erneut profilieren, gar brillieren, obwohl sich vorher in der Oppostion wähnten? Wache Beobachter gelangweilt gähnten. Alles zu eintönig so wie unter Willibald König. Der schwafelt och gern über moralische Grundsätze, die Wirklichkeit offenbart knallharte Hetze.

Apropos Schinderei, gleichwohl Pferdesport offenbart unentschuldbare Tierquälerei. Nur Kräftemessen und Prestige? Scheint so, widerlich. Als noch alles schlief, das Wasser überlief. Manch Brunnen von Gefäßen überfüllt, Verantwortliche in Schweigen gehüllt.

Beim Vertuschen kann Mensch so richtig herzhaft pfuschen, Greenpeace vermutet Atomunfall in kerntechnischer Anlage Majak. Und wer dabei letztlich erschrak? All die Stimmen, die sahen ihre Felle davonschwimmen. Weil Kritik an Kernkraft keineswegs schick, zu viel Geld im Spiel, Profit ist das Ziel!

Worte nur für sie dastehen. Was muß noch alles geschehen, bis mal folgt ein gewisses Einsehen? Wir sehens doch bei den Rechten, bloß nicht deren Meinung anfechten. Auf Kritik an Höcke haben sie keine Böcke. Daß zum Zwecke Wasser fließe, schrieb schon der olle Goethe. Die Neonazis verdrießen, keener tanzt nach deren Flöte.

Man kann manch Mißverständnis anmahnen, doch hinterher sollte jedem schwanen, man erahnen, was da auf uns zukommen mag. Woran es wohl nur lag, daß es bringt die Liebe an den Tag? Schwarz-Gelb zeigt erneut seine neoliberale Fratze in NRW, dort gibt’s bald keine Sozialtickets mehr. Tut keinem weh, außer denen am Rand wünscht man sich so sehr, daß sie teilhaben per öffentlichem Verkehr. Sluagh-ghairm, so offensichtlich, so geheim, nicht nur so zum Schein, weil ein treffsicherer Slogan muß es wohl sein.

Wir werden mit dieser 100ten von dannen fliehen, besser einen Schlußstrich ziehen. Genug der Worte nach all den Tagen, es verbleiben tausende Fragen. Es gibt nur noch eines zu sagen: Eine neue Reihe wird sich nächsten Samstag an die Öffentlichkeit wagen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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