Nigeria: EIA deckt illegalen Rosewood-Handel auf


https://www.flickr.com/photos/regenwald/33870272154/sizes/z/

flickr.com/ Rettet den Regenwald e.V./ (CC BY-NC-ND 2.0) https://www.flickr.com/photos/regenwald/33870272154/sizes/z/

UN-Vize-Generalsekretärin Amina Mohammed unter Verdacht

Tropenhölzer sollten längst geschützt sein vor weiterer Abholzung, allein schon wegen etlicher Abkommen, Vereinbarungen und politischer Einsicht. Was auf Papieren festgehalten, deckt sich kaum mit der Wirklichkeit, die äußerst raffniert ausgetrickst wird, schließlich herrscht großer Bedarf etlicher Abnehmer, weiterhin vorwiegend aus China.

Die gemeinnützige Organisation EIA (Environmental Investigation Agency) hat jüngst einen illegalen Rosewood-Handel zwischen Nigeria und China aufgedeckt, der Verein Rettet den Regenwald startete eine Petition mit der Aufforderung „Verhindert den Raubbau von Palisander“. Es scheint, daß die frühere Umweltministerin Nigerias, Amina J. Mohammed, die derzeitige Vize-Generalsekretärin der UN, unter Verdacht steht, in die Machenschaften der Holzmafia verstrickt zu sein.

Schönes sauberes Image oder eiskalte Abzocke mittels Korruption?

Das kennt man doch aus früheren Fällen, stets folgt einer Welle von Bestechungsgeldern die Spur in den Sumpf anrüchiger Geschäftsleute, getarnt im smarten Anzug, obwohl mittels mafioser Strukturen längst vernetzt bis in kleinste Detail, Hauptsache windige Abnehmer werden in China „bedient“. Was interessierten dabei CITES oder andere Appelle?!

Vor einem Jahr berichteten wir über Madagaskars Regierung, die sich mit der Holz-Mafia einließ, neunzig Prozent der Wälder sind auf Afrikas größter Insel ohnehin dem Erdboden gleichgemacht. Offensichtlich fühlen sich jene Verbrecher wider der Natur ziemlich sicher, Politiker und weltweite Appelle bleiben unberücksichtigt, China selbst steht weiterhin unter Verdacht, zu wenig zu intervenieren, wenn dortige Abnehmer eben nicht gestoppt werden!

Eine dreiviertel Milliarde Kubikmeter Palisander für Chinas Bedarf

Welch fassungslose Verschwendung derartig kostbarer Ressourcen, bedenkt man wie langsam Palisander wächst, Rosewood im Englischen genannt, sein Ursprung des Namens aus Spanien, palo santo für heiliger Pfahl. Wer jenes Holz bearbeitet hat, weiß, wie hart, dicht und schwer es ist, Rio-Palisander, das brasilianische Pendant, welches auch als Rio Jacaranda benannt hauptsächlich bei Rio de Janeiro vorkommt, darf als eines der teueresten, kostbarsten und schönsten Hölzer gelten. Der hohe Anteil an Mineralien verursacht stumpfe Klingen beim Verarbeiten, Rio-Palisander ist als Massivholz nicht mehr erhältlich.

Und China? Was soll die seelenruhige Zurückhaltung, die im Übrigen ebenso beim illegalen Handel mit Elfenbein stattfindet? Der wachsame Naturschützer fragt sich zurecht, warum die Weltgemeinschaft dermaßen untätig solche Verbrechen geschehen läßt. Reichen weiterführende Appelle und Proteste aus, um schlimmeres zu verhindern? Wohl eher nicht.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Naturschutz abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s