Verweilen im Alltag einer abgehalfterten Gesellschaft


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Der Blick ins Innere ohne weitreichende Erkennt-nisse

Außer Reichweite, ins Abseits katapultiert, in Stillschweigen gehüllt, sprachlos schockiert ob der Tragweite dermaßen unerschrockenen Handelns, unterwegs im Taumel eines kopf- und sinnlos geldgierigen Verlangens. Solche Gedanken mögen ellenlange Stränge ziehen, sich verselbständigen, sodaß ein eigenes Ausbremsen kurz vor dem Kollaps notwendig, schließlich gilt es, selber das Leben trotz jener Mißstände zu genießen.

Viele zerbrechen bei verzweifelten Versuchen, wieder einen halbwegs gesunden Weg zu verfolgen, der eben nicht solche maßlosen Bedenken hervorruft. Stets bemüht, nicht abzukommen von eigenen Zielen, vermag der Wettlauf gegen die Zeit nahezu aussichtslos erscheinen. Was bewegt oder treibt Beherzte an, dennoch nicht lapidar aufzugeben angesichts solch trüber Aussichten?

Der Wille allein vermag es meist nicht steuern, dazu begegnen ihnen zu viele Widrigkeiten, allemal selbst kleine Erfolge der Masse an Rückschlägen ausgesetzt. Lernfähigkeit tendiert gen Null, obwohl überdeutlich ein jeder erkennen müßte, was da vor uns allen passiert. Mensch, ein Wesen, welches simpelst ignoriert, sich insofern selbst belügt? Warum? Eine moderate Möglichkeit, die Wirklichkeit auszublenden, um über Träumereien und Trugbildern sich scheinbar selbst zu schützen? Offensichtlich.

Wieso verharren wir in jener Zwickmühle, aus der kaum eine Lösung in Sicht? Sie wissen schon, was hierbei gemeint, oder? Klingt zu abstrakt, weil keine konkrete Beispiele genannt? Wetten, daß die meisten unter Ihnen es dennoch wissen, obwohl in der Überschrift nicht erkennbar? Ganz genau, Ihr Bauchgefühl täuscht sich genauso wenig wie der Verstand!

Merkwürdig, menschliche Intuition, ein treffsicherer Instinkt, der oftmals gar lebensrettend der Idiotie eigener Selbstzerstörung gegenübersteht. Der starke Raucher, der Alkoholiker, der Junkie, Workaholic, Spieler oder Müßiggänger, sie alle haben eines gemeinsam: ihren Alltagstrott nicht beenden zu wollen oder zu können. Bedauerlich, aber eine nur allzu menschliche Schwäche, die natürlich Geschäftsleute für eigene Zwecke eiskalt ausnutzen.

Rushhour, Blechlawinen reihen sich kilometerweit auf grauem Asphalt, lärmend, die Luft schneidend toxisch belastend, während Kriege toben, Seelen dahingerafft, Frauen begafft, begrapscht und mißhandelt, Kinder verwahrlosen, Eltern schlecht bezahlten Jobs hinterherhecheln, manch Dinner das Monatsalmosen eines Hartz-IV-Beziehers in Nobelrestaurants übersteigt mit Getränk und Trinkgeld, was soll’s, ohne Fleiß kein Preis, haste was, biste was und leistest dir jeden „Spaß“ – ups, das saß!

Die Augen verharren zusammengekniffen, beobachten die Geschehnisse in irgendeiner Großstadtmetropole, wenn Trauben von gehetzten Menschen ihrer Wege gehen, ein jeder in seiner kleinen Welt, die Anschluß sucht zum großen Ganzen, was welchen Zielen folgt? Dem Überleben, weil die Räume zu klein, sich gerecht zu entfalten, sowieso keine Gerechtigkeit Maßstäbe setzt, sondern eine Politik der Herzlosigkeit vorgeschobener Argumente, gedeckelt mittels Gesetzen, die sich stets widersprechen in der Ahnungslosigkeit jedweder Lügengeflechte, die eben nicht entwirrt werden können. Ein Netz voller Trugschlüsse, hilfreich im Sinne von Eliten, die Völker verraten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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