Landesverteidigung in Europa wieder reale Option


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Globales Wetteifern fordert etliche Szenarien heraus

Bloß sich nicht zurücklehnen und in Sicherheit wiegen, was heute gilt, mag bereits morgen Verschlafene eingelullt völlig überraschen, weil das Tempo gewisser Szenarien schneller die Realität bestimmt, als den meisten wohl lieb sein dürfte. Für den Moment darf Europa sich über eine Friedensphase erfreuen, während weltweit Überlebenskämpfe vorherrschen, Kriege toben, die Ergebnisse des Konsumrausches ihre gnadenlosen Spuren hinterlassen.

Wer seine Pfründe sichern will, entwickelt daher Strategien, sie keinesfalls wieder zu verlieren. Man stelle sich vor, die EU zerfalle in naher Zukunft, eine durchaus denkbare Möglichkeit angesichts eines längst erneut aufkommenden Nationalismus. Ein geheimes Strategiepapier der Bundeswehr simuliert dramatische Folgen, die angesichts des globalen Wetteiferns ohnehin etliche Szenarien herausfordern.

Krieg und Zerstörung ein Dauerzustand?

Stühle rücken in einer Welt schwindender Ressourcen, politische Systeme scheitern am Willen, tatsächliche Gerechtigkeit zu verinnerlichen, was nicht nur Chancengleichheit bedeutet, sondern eine faire Verteilung, in der Überreichtum gar keinen Platz haben darf. Solange manche Menschen ihre Reichtümer raffen, die stets per Ausbeutung erreicht, folgt die Spirale der Gewalt ihren Gesetzmäßigkeiten, die in Krieg und Terror münden.

Eine Welt voller Waffensysteme bedeutet somit, sie auch einzusetzen. Solange dies nicht uns selbst hier im noch friedlichen Europa betrifft, treibt die Rüstungsindustrie nonchalant ihr perfides Spiel. Während der Jahrzehnte des Kalten Krieges dämmerte die Bundeswehr vor sich hin, den Blick gen Osten gerichtet, um im Ernstfall den Eisernen Vorhang zu verteidigen. Inzwischen formiert sich jene Nato, Deutschland hat seinen Platz zentral in Europa gelegen einzunehmen, kann sich nicht weiter wegducken, der „Global Firepower Index“ offenbart zwischen den 126 Staaten die Schlagkraft der Armeen angesichts ausgefeilter Kriterien im Vergleich. Mit ein Indiz, daß global betrachtet längst die Weichen auf Krieg und Zerstörung als Dauerzustand gestellt? Man muß davon ausgehen.

Die Mär vom ewiglichen Wachstum bedeutet immer mehr Opfer

Was der Club of Rome bereits vor 45 Jahren mit den „Grenzen des Wachstums“ anmahnend formulierte, bekommt längst die Menschheit nunmehr zu spüren. Für genug Ablenkung wird weiterhin völlig unbedarft gesorgt in einer Welt des Konsums und elektronischer Spielereien, Hauptsache unkritisch Geblendete folgen dem Weg der Ignoranz, während eigentliche Profiteure davon zehren.

Es schließt sich der Kreis, ewiglicher Wachstum erreicht sein Ende, außer für genügend Zerstörungsszenarien wird gesorgt. Grenzen der Zumutung in Sichtweite, weil angesichts atomar, bio-chemischer Worst-Case-Szenarien Mensch sich nahezu selbst ausrottet? Wer steuert oder stoppt gar solche Entwicklungen, wenn nicht entsprechend Beherzte, die gleichwohl eben nicht an entsprechenden Schaltstellen sitzen, um intervenieren zu können?

Wer durchschaut das politische Intrigenspiel? Falls ja, es nützt nur nicht viel, wenn Menschen sich verschaukeln lassen, sich verlieren im gegenseitigen Hassen. Drum erkennt endlich den eigentlichen Sinn und Zweck: Sie nehmen Euch die Menschlichkeit weg!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Landesverteidigung in Europa wieder reale Option

  1. puzzleblume schreibt:

    Das passt zu einem „arte“-Beitrag von gestern, zu Wanderungen und Ausbreitung der Menschen in der Steinzeit nach Norden, die sich zwar auch kontinuierlich durch ganz normale Neugier und Nomadentum aus der nahöstlichen Region verbreitet haben, aber besonders dringlich ausgelöst worden waren von plötzlich und schneller veränderten Klima- und Lebensbedingungen vor ca. 6’000 Jahren durch Veränderung des Golfstroms … vor so einem Wandel stehen wir wieder, und das lässt sich weder aufhalten noch bekämpfen, denn gerade die Möglichkeiten der wirksamsten Reduzierung der Menschen, die alle einen Raum zum Leben suchen oder verteidigen wollen, um das mal richtig hässlich beim Namen zu nennen, würde sich zerstörerisch ausgerechnet dort abspielen, wo noch sinnvoll nutzbarer Lebensraum für Menschen vorhanden wäre. – Solange man ihn nicht durch militärische Mittel verseucht und ebenso unbrauchbar macht wie alles, was Menschen zum Wandern nötigt. Auch diejenigen, die diese Planspiele entwerfen, müssten irgendwann wieder aus ihren komfortablen Sicherheitsbunkern herauskommen, vielleicht sogar schon, bevor ihnen langweilig geworden ist, weil man Geld und Macht eben nur geniessen kann, wenn man auch gesehen wird.

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