Zukunftsperspektiven in Abhängigkeit zündender Ideen


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Obwohl das Chaos blüht, verbleiben Heraus-forderungen

Eher selten erreichen sie uns, die Momente der richtigen Entscheidungen. Viel zu komplex sind unvorhersehbare Möglichkeiten, das Leben hat stets eine andere Überraschung für uns parat, mit der wir so gar nicht gerechnet haben. Mathematische Modelle folgen einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, hingegen im realen Alltag die Fülle der Ausnahmen keinerlei Spielraum zulassen, sich in Sicherheit wiegen zu können.

Dabei blüht das Chaos, was nicht unbedingt gleich negativ sich entfalten muß, weil jeder es selbst in der Hand hat, das beste aus neuen Situationen für sich und sein Umfeld entdecken kann. Dennoch stellen sich für jeden Herausforderungen in einem anderen Licht, individuell gelebte Vergangenheit erfordert entsprechende Weichenstellungen, um im Hier und Jetzt sich zu verinnerlichen, wie zumindest die nahe Zukunft gestaltet werden will. Haben wir in solchen Momenten den Einfall, die zündende Idee einer neuen Perspektive?

Frieden eine trügerische Formulierung

Die zweite Strophe, die Der Graf der Aachener Band Unheilig im Song „Geboren um zu leben“ singt, beginnt mit: „Wir waren geboren um zu leben mit den Wundern jeder Zeit
sich niemals zu vergessen bis in alle Ewigkeit.“ Vollkommen richtig, in jeder Zeit haben Menschen den jeweiligen Herausforderungen, die das Leben ihnen abverlangte, sich stellen müssen, ob in Friedens- oder Kriegszeiten, wobei Frieden eine trügerische Formulierung beinhaltet.

Natürlich hängt das nicht nur vom jeweiligen Ort des Daseins ab, sondern an erster Stelle vom eigenen Befinden. Wie viele Kriege werden alltäglich ausgefochten im Alltag, in Beziehungen, in Schulen, in Gruppen, bei der Arbeit? Und wer sich selbst dabei vergißt und den anderen schadet, handelt bereits kriegerisch. Denn schon zwei Zeilen weiter betont der Song, wie wertvoll Leben sei, welches jeder spüre. Die Essenz dieses Satzes verdeutlicht eine Huldigung an die Schöpfung, dabei keinerlei bestimmte Religion ins Auge fassend, sondern ganz schlicht die tiefe, innere Überzeugung, die Liebe zum Sein selbst, die jeder in und um sich herum empfindet.

Kann man somit von einem Patentrezept sprechen, wie man sorgenfrei durchs Leben wandelt? Keinesfalls, weil der Kreis sich exakt hier schließt, die im ersten Absatz geschilderte Kette der Eventualitäten ihren Fortgang verdeutlicht. Jedoch jede Menge mögliche Hilfestellungen, auf die dürfen wir allemal hoffen, mit Sicherheit bieten sich uns verschiedene Aspekte, wenn wir sie in unser Leben lassen, sie bemerken, uns öffnen!

Eine Gesellschaft der Gleichgültigkeit verhindern

Ein moderates Beispiel gefällig, weil die bisherige Schilderung allzu abstrakt erscheint? Stellen Sie sich vor, wie ein Familienvater in der Mitte des Lebens, – keine Sorge, hier setzt nicht die typische Midlife-Crisis an, eine gleich zu Beginn unglückliche Formulierung, was ist schon die „Mitte des Lebens“, 40, 45 oder 50 Jahre -, plötzlich bemerkt, daß sein bisheriges Dasein wie ein Film an ihm vorbeilief. Und nun? Trennung von Frau, Kind, Beruf, mit welchen Konsequenzen?

Einerlei wie diese Entscheidung ausfällt oder gar am Ende alles beim Alten bleibt, wir können es nicht wissen. Sowohl die Literatur, die Filmwelt und das wirkliche Leben haben sich mit solchen Szenarien zu genüge auseinandergesetzt, es ist fester Bestandteil unseres Lebens. Viel entscheidender dabei: der Moment solcher Erkenntnisse. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, sein Leben zu reflektieren, wenn er denn überhaupt die Möglichkeit dazu findet, nicht abgelenkt wird aus Sorgen, von äußeren Widrigkeiten, die ihn ausbremsen in seinem Sein.

Gefangener unüberbrückbarer Lebensumstände, ohne Perspektive, weil kein neuer, rettender Halt in Sicht? Unsere Gesellschaft sorgt dafür, daß Gleichgültigkeit, Lethargie, bishin zur Zunahme von Gewalt Wege der Zerstörung finden, keine Basis für inneren Frieden, sondern zu äußerst destruktiven Ergebnissen führen. Eine Mischung aus Mißtrauen, Lieblosigkeit, Gier verbunden mit viel Gefühlskälte nähren das Umfeld, um der Welt keinen Ansporn der Zukunft in Aussicht zu stellen. Wo kann da noch Optimismus sich Wege bahnen?

Gewalt ist immer die dramatischste Antwort geistiger Schwäche – Kommunikation die beste Option für Frieden.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesellschaft

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