UN-Klimakonferenz zwischen angeblicher Lüge und ihrer Notwendigkeit


Gefundenes Fressen für sämtliche Freunde von Verschwörungstheorien

Frohlockende Einigkeit und genügend hämisches Schenkelklopfen steht uns dieser Tage bevor, wenn vom 06. bis 17. November in Bonn auf dem UN-Campus die diesjährige UN-Klimakonferenz abgehalten wird. Allen voran jener Donald Trump, der bekanntlich dem Übereinkommen von Paris eine Absage erteilte, weil schließlich ohnehin alles ein Fake sei, was nicht seinem kruden Weltbild entspricht.

Obwohl die CO2-Konzentration in der Atmosphäre einen Rekordwert erreicht, der so hoch wie vor fünf Millionen Jahren, halten etliche Skeptiker und Freunde von Verschwörungstheorien an der Behauptung fest, die Sorge des Klimawandels, an dem gar der Mensch beteiligt sein solle, sei schlichtweg eine Lüge, wobei auch die BILD es sich nicht nehmen ließ, per gezielter Propaganda von der „CO2-Lüge“ zu berichten. Das verunsicherte natürlich so manchen, der selbst ins Grübeln kam, ob da etwas wahres dran sein könnte. Welch Punktgewinn im Sinne jener Klimaleugner, die dennoch eine wissenschaftliche Widerlegung ihrer Theorien nicht halten können.

Lobbyisten kontra Wissenschaftler – wer setzt sich am Ende durch?

Hoffentlich die Vernunft, welche von einer akribischen Beobachtungsgabe begleitet werden muß. Mal Hand aufs Herz für all jene, die nur oberflächlich die Wettereignisse der letzten Jahrzehnte hierzulande Revue passieren lassen: Da gab es etliche richtig kalte Winter und kühle nasse Sommer, die in den beiden zurückliegenden Jahrzehnten eher die Ausnahme darstellten, obendrein war es erheblich milder.

Wer hier mal einen Blick reinwirft, stellt schnell fest, wie simpel die Klimaleugner es sich machen. Natürlich stehen prompt all jene auf der Matte, die gern das Buch des RWE-Managers Fritz Vahrenholt zitieren, er hätte doch des Pudels Kern veranschaulicht. Hat es das wirklich? Wohl eher nicht, vielmehr trägt es zur Verunsicherung bei, was natürlich Wasser auf die Mühlen der Klimaleugner darstellt, die ohnehin stoisch daran festhalten, Mensch könne keinen Klimawandel hervorrufen, egal welche Umweltsünden er begehe. Klar doch, eine prima Gelegenheit, einfach weiterzumachen, nach ihnen die Sintflut, eine Erderwärmung mit etlichen Folgereaktionen, die man dann ja simpelst als Naturkatastrophe „verkaufen“ könne.

Chemtrail-Horrorszenarien dienen der Verunsicherung

Somit sollten sie schnellstmöglich als billige Propaganda entlarvt werden, wie sie bereits vor über vier Jahren hier nachzulesen ist, wer es genauer wissen möchte neben etlichen anderen Berichten und Ausführungen.

Wer weiterhin jene Mär streut, trägt natürlich mit dazu bei, daß am Ende schnell eine gezielte politische Auslegung dienlichst alles und allem mißtraut. Selbstverständlich kommen wir mit Leichtgläubigkeit nicht weiter, fördern damit gar das simple Bedienen jener angeblichen Faktenlage. Aber in einer Welt sogenannter „Medienlügen“ und Fakenews wird es immer schwieriger, genauer zu differenzieren, wer hier wohl Recht hat und wer nicht. Umso wichtiger, stets alle Argumente abzuwägen, äußerst wachsam zu bleiben.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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Eine Antwort zu UN-Klimakonferenz zwischen angeblicher Lüge und ihrer Notwendigkeit

  1. puzzleblume schreibt:

    Zum Thema Chemtrails habe ich mir oft schon gedacht, dass es bedauerlich ist, wie eine solche Verschwörungstheorie die Glaubwürdigkeit des tatsächlich menschenverursachten Klimawandels beschädigt, ist es doch ein Ausdruck von berechtigter Angst, dass wirtschaftliche Faktoren über den Umgang mit der Umwelt regieren.
    Andererseits spiegelt die Chemtrails-Theorie Glaube und Hoffnung wider, man brauche nur „die anderen“, die bösen Verursacher „da oben“ zu identifizieren und zu entlarven, dann könne man das unterbinden und alles würde wieder gut. Das ist bequem, darf man sich doch selbst schuldlos fühlen, aber ebensogut könnte man Aluhüte gegen angebliches Brainsucking tragen und weiter seine Socialmedia-Kanäle mit persönlichen Angaben fluten.
    Klimaveränderungen gehen nicht zurück auf die da oben, sondern vor allem uns hier unten, unsere genussorientierte Lebensweise, gepaart mit Ignoranz und echtem Unwissen. Dass ausgerechnet die U.S.A. einen Präsidenten gewählt haben, der eine Personifizierung all dessen darstellt, macht nicht nur im Hinblick auf die metereologischen Veränderungen Sorgen.

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