Umweltschutz: Alibiveranstaltung für ein ruhigeres Gewissen


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Hinterher wird abgerechnet

Der Umwelt zuliebe, eine freundliche Formulierung, eine Floskel, die nahezu ungehört im Alltag verhallt, obwohl da eine grüne Bewegung sich aus den berechtigten Protesten kritischer Zeitgenossen entwickelte, schließlich parteipolitisch vor rund vierzig Jahren hierzulande Fuß fassen konnte.

Was setzte sich durch, was nicht? In etwa ein Eiertanz etlicher Kompromisse zu Lasten unserer gemeinsamen Umwelt? Ein Gezögere, ohne tatsächlich beherzt zu reagieren, denken wir nur an die AKW-Proteste, das Plastikmülldesaster. Selbstverursachtes Schicksal der Menschheit, deren technische Revolutionen stets extreme Belastungen für Naturkreisläufe bedeuten? Hinterher folgt die Erkenntnis, welch toxische Verbindungen zerstörerisch Organismen regelrecht angreifen, die in der Natur in diesem Ausmaß ohnehin nicht vorkommen.

Wenn der Fortschritt keinesfalls nett anklopft

Vielmehr sich dreist Wege der Entfaltung sucht, mag dies für etliche eine Bereicherung bedeuten, Gewinne einfahren, Verbraucher beglücken, an anderer Stelle eine erhebliche Belastung der Umwelt, der Ausbeutung bedeuten. Aber wen oder was interessieren schon solche Folgen, was man nicht weiß, macht sie nicht heiß. Tatsächlich?

Dagegen spricht allerdings das genauere Hinschauen, die öffentliche Anmahnung. Am Beispiel „grüner Elektronik“ offenbart sich das Umdenken beim Fortschritt im Kontext zum Umweltschutz. Greenpeace betont die unbedingt machbare Umsetzung, daß eine solche Herausforderung lösbar sei. Nichts neues, wer sich vertieft mit der Materie beschäftigt, da es für sämtliche Herstellungsverfahren gilt.

Doch der Fortschrittt klopft keineswegs nett an, er handelt live und direkt, um dabei Bedenken möglicher Umweltschäden einfach zu ignorieren. Zumindest bisherig bis hinein in unsere Gegenwart trotz umweltschonenderem Umdenken. In weiter Ferne anderer Länder kann man sich doch simpelst kritischer Kontrollen entziehen, mit entsprechend korruptem Nachhelfen klappt das schon reibungslos. Aber die Welt rückt näher zusammen, es wird für solche Umweltverbrecher schwierigerer, unerkannt zu bleiben.

Ahnungslosigkeit oder Blauäugigkeit – Vernetzung als Chance wahrnehmen

Einmal ins Leben gerufen, läßt er sich kaum noch aufhalten, menschlicher Fortschritt. Anfangs oftmals verteufelt, setzte er sich dennoch stets durch, denken wir an den Beginn des Industriezeitalters, das Automobil bishin zum Internet.

Letzteres bietet mittels Vernetzung Chancen, von Überwachung und Kontrollen mal abgesehen, eben den Umweltschutz wesentlich wirkungsvoller und rechtzeitiger anzuprangern, wenn auch politische Maßnahmen tatsächlich folgen müssen, um Umweltsünden im Keim zu ersticken. Eine nahezu unlösbare Aufgabe, wenn wir bedenken, welche Abhängigkeiten zwischen jenen Kapitalflüssen und deren Beeinflussung auf die Politik selbst herrschen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Umwelt

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