Die Nation braucht keine Stalker


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Sie beachtet mich einfach nicht,
dabei schreib ich Gedicht um Gedicht,
preise ihre wunderbaren idealen Vorzüge,
schwöre, daß ich sie nie, niemals betrüge.
Kämpfe um sie bei jedem Wortgefecht.
Mache mich traditionell für sie zurecht.

Lese in allen Spuren der Vergangenheit
ihre unverrückbare Selbstverliebtheit,
die ihr wunderbar zu Gesichte steht.
Warum nur lächelt sie über mich, unentwegt.
Ich verteidige ihren angestammten Platz,
den alle Vorfahren für sie geschafft.

Keiner kann mich eines Besseren belehren,
nur sie erreicht mein Herz, mein Streben.
In ihrem Glanze erstrahl´ ich groß und kräftig,
tu alles, damit sie unsterblich bleibt, mächtig.
Trotz alledem, sie reagiert einfach nicht.
Nation, für dich werd´ ich sogar zum Bösewicht.

Ich sink hinab in die dunkelsten Abgründe,
jeden Zweifler, Nörgler an dir ich finde.
Wir sind aus demselben Holz geschnitzt,
dein Geziere eine Tugend, die dich schützt
vor all den Ignoranten, jetzt verstehe ich.
Deine Göttlichkeit lehre ich sie, ich liebe dich.

Als sie diesen Text las, die Nation,
dachte sie an Flucht, danach an Kapitulation.
Doch dann erinnerte sie sich,
auf diese Weise vertreibt man Verehrer nicht.
Persönliche Vielfältigkeit klar definieren,
wahre Liebe braucht niemand hofieren.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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