Deutschland am Scheideweg: Nicht nur Mäuse fängt man mit Speck


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flickr.com/ caratello/ (CC BY-NC 2.0)

Oder mal wieder mit rechtsextremen Dreck

Links zwo drei vier, wohin marschieren wir? In den Tag hinein, nein, nicht nur so zum Schein, sondern ganz gezielt haben wir nach rechts geschielt. Wir haben nichts zu verschenken, weggewischt sämtliche Bedenken, schließlich sind wir doch das Volk, fliegen auf der dunkelsten Wolk’, die sich am Himmel zeigt, all die anderen haben’s wohl vergeigt.

In unserem wunderschönen Germania bestimmen wir die Richtung, alles klar? Von wegen per netter Schlichtung. Ausländer, Flüchtlinge raus, mit denen wird nix draus. Die Grenzen dicht, jetzt ist Schacht im Schicht, wenn’s auch umgekehrt lauten tut, nur so reimt’s sich gut. Mal Hand aufs rechte Herz: Wir kommen, ohne Scherz.

Na, fragt nicht so unbeholfen, nicht wie Trump zum Golfen, in den Deutschen Bundestag, weil der deutsche Wähler uns so richtig mag. Und wenn die Prognosen der Institute Euch Sand in die Augen streuen, Euch somit schlecht betreuen, am Ende nach der Wahl sprechen reale Zahlen eine ganz andere Sprache. Das ist Sache! Als drittstärkste Partei sind wir dann im Plenum mit dabei. Die Welt wird staunen, was wir so zu sagen haben, um Eure miesen Launen davon zu jagen.

Ach, Deutschland wird diesmal blaun? Jawoll, so soll’s sein, das Volk gewinnt wieder an Zutrauen, steht nicht mehr allein. Wir, die AfD, loben nicht nur über’n Klee, sondern lassen Taten folgen, zu lange wurdet Ihr schon gemolken. Deutschland den Deutschen, alle anderen hinweg, wir fordern einen germanisch erstarkten Fleck. Egal ob patriotisch, identitär oder nationalistisch genannt, wir verbannen endlich diese historische Schand’, wollen auch die alten Grenzen zurück, nicht Stück für Stück, sondern sobald wir an der Macht, wär doch gelacht.

Doch Halt, was sehen wir da, die Bundespolitik lehnt uns einfach ab? Ach wat, das schon früher geschah, als die NPD hielt manche auf Trab. Nun sind andere Zeiten, die reichen bei weitem, uns nach vorne zu bringen, wird vieles besser gelingen. Mit Haß und Parolen können wir unverhohlen die Bürger aufhetzen, egal ob wir dabei manche verletzen, Hauptsache an der Macht, auf das es im Lande kräftig kracht.

Per lautem Geschrei sind wir bei Muttis Wahkampfreisen mit dabei. Es zählen keine Argumente, egal ob sich sichere oder keine Rente, wenn wir am Drücker sind, um’s mal zu sagen ganz gelind, dann ist Schluß mit sozialen Geschenken, da könnt Ihr Euch noch zu verrenken, gar von uns ablenken. Bei uns herrscht dann ein scharfer Ton, wer klagt oder beruflich versagt, das hat er nun davon, wird schlichtweg verjagt.

Genau, Sie haben richtig gehört. Gucken Sie nicht so verstört, Sie Oberschlau. Das wird uns doch Kosten sparen, und mit den Jahren gewöhnt sich der doofe Michel sowieso dran, weil er eben nicht anders kann, als gehorsamst vor der Obrigkeit buckeln, immer schön an Muttis Brüsten nuckeln. Ach, ist das schee, bald regiert die AfD.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

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