Von Frieden kaum eine Spur


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Die Welt von morgen mündet in Chaos und Zerstörung

Alles in Ordnung, kein Grund zur Aufregung, unsere Volksvertreter werden es schon richten, im Sinne aller. Tatsächlich? Sind Sie sicher? Ein jeder sollte mal für ein paar Momente die Geschichte gedanklich Revue passieren lassen. Na, klingelt’s im Oberstübchen? Da war doch mal was?!

Das bezeichnet die Menschheit direkt gesagt als Kriegszeiten, für die hier Lebenden in ganz Europa, zwei Weltkriege im letzten Jahrhundert am Ende eines ohnehin schrecklichen Jahrtausends ungebremster Gewalt etlicher Kriege. Heute kursieren Wortkreationen wie Kollateralschaden, um die Grausamkeit militärischer Auseinandersetzungen eher zu verharmlosen, perfide begleitend das hochmoderne Waffenarsenal nebst Drohnenangriffen.

Die Phase des Wettrüstens hätte durchaus eine Chance zu einem einvernehmlichen Ende gehabt, die größte Signalwirkung ging vom Fall der Mauer aus, dem Verschwinden des Eisernen Vorhangs, der Auflösung des Warschauer Pakts und dem Ende der Sowjetunion. Keineswegs mit den Hintergedanken der expandierenden USA, im Gepäck die Weltherrschaft im eigentlichen Sinn. Wer sich ihnen nicht unterordnet, wird mit sämtlichen Mitteln dazu genötigt bzw. gezwungen. Was ebenso Gorbatschow vorausahnte, tritt ein: das Vorrücken der NATO gen russische Grenzen.

Und weil dies alles noch längst nicht ausreicht, um die nimmersatten Szenarien abzudecken, entstehen immer neuere weltweite Krisen, Konflikte und Kriege. Außer in Australien, Nordamerika und Europa sind alle anderen Kontinente davon betroffen. Den Ressourcenabbau und innerstaatliche Probleme mal unberücksichtigt. Soziale Gerechtigkeit ist lediglich ein toller Begriff, sie findet nur de facto nicht statt, vielmehr ein Herumdoktern von Schadensbegrenzung, wobei stets der Überreichtum gewisser Eliten brutals durchgesetzt wird. Mensch pflegt seine Machthaber götzengleich, der Rest hat sich unterzuordnen.

Von Frieden kaum eine Spur, manche mögen die über siebzigjährige Friedenszeit in Europa hochhalten, von den faschistischen Konflikten, dem Jugoslawienkrieg mal ganz abgesehen. Insofern muß man jene vollmundige Behauptung zugleich revidieren. Wenn Australien bereits Evakuierungspläne prüft, weil Nordkorea und die USA weiterhin nicht nachgeben, ein Krieg nicht ausgeschlossen werden kann, die anderen beiden Supermächte Russland und China genauso involviert sind wie das Gros der Europäer als US-Bündnispartner, sollte man eskalierende Szenarien nicht einfach wegdichten, mündet das Weltgeschehen schneller in Chaos und Zerstörung als uns lieb sein dürfte.

Zunehmende Proteste, Gewalteskalationen suchen sich Wege der Entladung, während die Verursacher im Rausche eigener Feten ihre Gewinnmaximierung ausweiten. Reich frißt arm, am Ende obsiegt die Gier, doch was verbleibt dann noch hier?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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