Brasilien: Präsident Temers Kurruption toppt Dilma


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Erneut soll ein riesiges Regenwaldgebiet weichen

Kein geringeres als das eigentlich bisher unberührte Gebiet die RENCA-Reserve, welches für für „Reserva Nacional de Cobre e Associados“ (Nationale Reserve für Kupfer und andere Stoffe) steht, soll nach den Vorstellungen von Michel Temer für die Agrar- und Bergbauindustrie freigegeben werden. Der Verein Rettet den Regenwald appelliert mit entsprechender Petition.

Wer kann jenes brutale, umwelt- und völkerrechtswidrige Vorhaben noch verhindern, zumal die eigene Bevölkerung Brasiliens nur noch mit fünf Prozent hinter diesem Präsidenten steht? Zwar hat ein brasilianischer Bundesrichter Temers Dekret vorerst gestoppt, dennoch vermag die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament zur endgültigen Beilegung jenes Vorhabens nicht zustande kommen, Temer hat mal wieder per Geklüngel gut vorgesorgt.

Ein Präsident nach außen eher gemäßigt – innenpolitisch tobt die Privatisierung

Mit freundlicher Unterstützung durch die USA? Höchstwahrscheinlich, ein Donald Trump, der sich vom Klimaabkommen verabschiedet hat, ein Michel Temer und dessen hartherziger innenpolitisch korrupter Kurs dürfte Brasiliens Präsident eher beflügeln, rücksichtslos zu handeln, obendrein weil er im nächsten Jahr ohnhin nicht mehr sich bei den Wahlen nominieren läßt.

Dabei behauptet er vollmundig, seine Regierung hätte auf das einsetzend geringe Wachstum hingewirkt. Letztlich eine Falschmeldung, zu einseitig betrachtet. Lediglich der massiv vorangetriebene 100 prozentig genveränderte Soja-Anbau, diesjährig ein Plus von 20% im Vergleich zum Vorjahr, sorgte für jene Erfolgsmeldung. Gleichwohl eine Erhöhung meist illegaler Regenwaldabholzung von rund 30% gegenüber 2016 offenbart Temers eiskalte Haltung. Nachdem Dilma ihren Platz räumen mußte, frohlockt ihr Nachfolger erwartungsgemäß, ein Sieg der raffiniert sattelfesteren Korruption!

Mehrere Nationalparks sind gefährdet – kein weltweiter Aufschrei?

Ein müdes Kopfnicken, kaum Bedauern? Kein Interesse zum Umwelt- und Naturschutz, der Respekt Indigener gegenüber fast gen Null, ein Indiz großer Gleichgültigkeit zusammen mit rassistischer Zunahme in den USA, europaweit? Wirtschaftsinteressen fordern jenen Kurs totaler Ausbeutung wider irgendwelcher Nachhaltigkeit geschweige eines Humanismus.

Insofern nicht verwunderlich, daß gleich mehrere Nationalparks des RENCA-Reserve gefährdet sind, oben im Norden Brasiliens. Ein Gebiet fast so groß wie Niedersachsen, sogar rund 5.000 km² größer als die Schweiz. Als ob Brasilien in der Vergangenheit nicht schon genug gelitten hat, denken wir an Belo Monte, an die größte Umweltkatastrophe des Rio Doce.

Michel Temer kann noch viele Verfehlungen initiieren, höchste Zeit ihn zu stoppen. Wenn schon Brasiliens Polit-Sumpf im Land selbst nicht trockengelegt werden kann, so hätte die Weltgemeinschaft etliche Mittel. Aber sowohl die USA als auch Russland, siehe BRICS, hüllen sich leider in Schweigen. So wird das nichts.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Proteste und Widerstände

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