Kalter Muff


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Wässrige Blumen
hängen über den Sims.
Blau schimmern
die Blütenränder.
Schließe die Augen,
solche Wunder blenden.

Im glitzernden Glas
die Fliegenkacke
konserviert für
das Weltenende.
Verliere keine Träne,
laut knirschen die Zähne.

Julian und Sabrina
stehen in der Villa,
sie ist längst
bewohnt vom Gespenst.
Nur den beiden
zeigt es sich, zuweilen.

Fast täglich sind sie hier,
trunken voll Neugier.
Hören Säbelrasseln,
im Gemäuer futtern Asseln.
Gestank nach kaltem Muff
ihr Opiat anstatt der Suff.

Die Besuche mittlerweile
geprägt durch Langeweile.
Gespenst scheint vertrieben,
woher jetzt Grusel kriegen?
Sie beginnen zu dichten,
sogar Reime können sie vernichten.

Nafia

Kategorie: Gedichte

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