Terror in Katalonien


https://www.flickr.com/photos/abondanzieri/500253039/sizes/z/

flickr.com/ abondanzieri/ (CC BY 2.0)

Gewalt findet grausame Wege ihrer Entfaltung

Terroranschläge mit Fahrzeugen scheinen seit Nizza besonders europaweit sich als perfides Mittel zu bewähren, um möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen oder zu verletzen. Gestern gegen 17 Uhr befuhr ein Lieferwagen Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas ungebremst in die Menschenmenge, 13 Menschen kamen ums Leben, die Terrormiliz IS reklamiert inzwischen den Anschlag für sich.

Einige Stunden später konnte die Polizei einen weiteren Terroranschlag im einhundert Kilometer südlich von Barcelona gelegenen Fischerort Cambrils verhindern und erschoß alle mutmaßlichen Terroristen. Heute Mittag findet in Barcelona am Anschlagsort eine Schweigeminute statt, zu der Barcelonas Bürgermeisterin Ada Colau aufgerufen hat.

Den Opfern gilt die ganze Aufmerksamkeit

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein! – so soll Jesus es gesagt haben, wie im Johannesevangelium nachzulesen. Damals der Anlaß eine auf frischer Tat ertappte Frau beim Ehebruch, und dennoch verzieh Jesus ihr mit der Bemerkung, sie ebenso wie die anderen nicht zu verurteilen, sie solle aber sich nicht mehr versündigen. Wo der Zusammenhang zu Gewalt und Terror?

Seit gestern gibt es wieder mal Opfer des Terrors, ihnen gilt nunmehr die ganze Aufmerksamkeit, ihren Hinterbliebenen, die den Schmerz verkraften müssen, weiterzuleben in einer Welt voller Terror, der als ständiger Begleiter mitten unter uns verweilt. Natürlich entstehen Fragen, wieso ausgerechnet sie betroffen, was solche Attentäter veranlaßt, dermaßen kaltblütig möglichst viele Menschen umzubringen. Ohnmacht breitet sich aus.

Die Täter erscheinen keineswegs zufällig – Trumps nächstes Fettnäpfchen

Zumal staatlicher Terror, angeblich legitimierte Kriege die Menschheit bis heute begleiten. Schon sind wir wieder beim Johannesevangelium. Wobei Religion keine Meßlatte sein sollte, erste recht wenn ein Islam für Terrorattentate herhalten muß, mit 9/11 ein gezielt inszeniertes Tor aufgestoßen wurde, dessen Folgen längst in Europa angekommen mit den zunehmenden Terroranschlägen.

Gänzlich ungeeignet, allerdings längst nicht mehr verwunderlich die Reaktion von Donald Trump, der mal wieder in ein Fettnäpfchen tritt als Folge seiner narzißtisch unbedachten Ergüsse, in dem er twitternd die Methoden von General John Pershing zitiert, die längst widerlegt wurden, um zu behaupten, es hätte 35 Jahre lang keinen radikal islamischen Terror gegeben.

Jeder weiterer Kommentar lenkt nur ab von der Anteilnahme den Opfern gegenüber, und Möglichkeiten Terror wieder zu verbannen, sollten wir ersinnen. Ein harter Weg, zumal Raffgier, Verteilungsengpässe und die perfiden Mittel fanatischer Manipulation, Krieg und Terror stets den Teppich ausrollen. Vor 30 Jahren entstand Freddie Mercurys & Montserrat Caballés Song Barcelona. Halten wir inne und gedenken der Opfer und Hinterbliebenen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Terror

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Terror veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s