Politik hofiert Konzernlobbyismus


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Kapitalismus fordert immer mehr Opfer

Zunehmende Resignation, der Passivität einen enorm großen Raum überlassen, während bestimmte Kräfte dies für sich zu nutzen wissen, um ungefragt den Bürgern immer mehr Freiheiten zu nehmen.

Wir brauchen uns nicht wundern, daß die Politik den Konzernlobbyismus hofiert, der Kapitalismus immer mehr Opfer fordert, wir das fraglos, nahezu widerstandslos zulassen. Oder existiert da noch ein Restfunken an Verstand, gezielt unbeugsamer Wille, der rechtzeitig sich zur Wehr setzt, genau das auszusprechen, was längst formuliert wurde, sich allerdings entsprechende Wege der Durchsetzung sucht?

Wer nicht mitzieht, verliert schnell seinen Einfluß

Man muß leider feststellen, daß im Reigen einer eher pessimistisch, aber realistischen Beurteilung trotz erheblicher Proteste die Politik es bis heute nicht versteht, wesentliche, sehr berechtigte Forderungen sich zu vergegenwärtigen oder gar umzusetzen. Vielmehr setzt sich meistens die Staatsmacht der jeweiligen Politikinteressen durch, die bekanntlich bis heute von gewissen Lobbyisten gelenkt, einfach zu funktionieren haben. Wer nicht mitzieht, verliert schnell seinen Einfluß. Der simplen Möglichkeiten gibt es dennoch etliche, dies mit Nachdruck zu unterstreichen.

Auf der einen Seite mag man schnell sich gestärkt fühlen in solidarisch wirkender Zustimmung, daß Wirtschaftspolitik stets dem Konsum verpflichtet agiert, noch mehr Proteste der Demokratie Lebendigkeit bescheinigen mögen, andererseits stellt der Vorausschauende die wirklich kritischen Fragen: Wem soll das real nutzen? Obendrein, in wie weit führen ganze Protestbewegungen zu einer nachhaltigen Verbesserung? Klar doch, die AKW-Bewegung, die gesamte Politik der Grünen, zeigt doch nur zu deutlich, in wie weit fundierte Proteste und tatsächliche Änderungen vollzogen wurden: Bis auf wenige Ausnahmen blieb vieles beim Alten.

Stagnation trotz vielversprechender Ideen

Eine Gesellschaft im sogenannten Miteinander wird durch ständiges Geben und Nehmen geprägt, wobei man sich fragt: Wer nimmt wem etwas, und wer gibt überhaupt? Da Politik nach wie vor als Steigbügelhalter der Finanzwirtschaftslobbyisten und Konzerne nahezu gehorsamst agiert, kann man nur noch ein Verharren auf der Stelle ihr bescheinigen. Hierzulande gilt das seit Jahrzehnten in der parteipolitischen Landschaft genauso wie in anderen zivilisiert demokratischen Staaten, beeinflußt letztlich das gesamte Weltgeschehen, ändert sich in Folge nichts am völlig unnötigen Leid der Menschen. Und so verbleibt auch eine Stagnation mit anfangs vielversprechenden Ideen, mittels Protesten Änderungen herbeizuführen.

Aber was nutzen all diese teilweise kreativ guten Einfälle und äußerst wichtig formulierten Argumente, wenn am Ende die Antworten der eigentlich Mächtigen entsprechend eindeutig und somit menschenverachtend auf uns niederprasseln? Wie zuletzt sichtbar beim G20-Gipfel mit bewußten Provokationen ohne nennenswerten Ergebnissen, die Polizeimacht als Handlanger und Befehlsempfänger aufs eigene Volk eindrosch?

Bequemlichkeit Ergebnis manipulierter Absicht

Jeder, der Zusammenhänge wirklich allumfassend begreifen möchte, sollte auch entsprechend viel Hintergrundwissen sich aneignen, querdenken und dazu bereit sein, mal nicht alles ungefiltert anzunehmen, was da so aufgetischt wird seitens gezielter Fehlinformationen. Klingt ein wenig abgehoben oder nach der Mär von Fakenews, die es eben nicht ausschließlich gibt? Wer hinter die Kulissen schaut, lächelt darüber müde, wissend, wie mit einfachen Mitteln die Bequemlichkeit so mancher Zeitgenossen gefördert werden kann. Bloß nicht selbst denken, andere richten es schon. Ein Trugschluß!

Mit dieser Einstellung wird jedwede Politik begünstigt, die desinteressierten Wähler für sich zu gewinnen, ein paar Wahlversprechen, ein wenig Hetze, besonders gern auf Minderheiten oder Schwächere, die keine Lobby hinter sich wähnen, und schon funktionieren die niederen Beweggründe einer Neid- und Mißgunstgesellschaft, zumal für genügend Ablenkung gesorgt mittels Spaß und Spiele, Fernsehen und PC.

Zumindest wenn das Leid im Lande groß genug, wächst die Zahl der Aufwachenden erneut. Ob es dann zu spät sein wird, weil fast sämtliche errungenen Bürgerrechte eingeschränkt oder abgeschafft wurden, wird die Zukunft zeigen. Keine Proteste, keine Widerworte oder Schriften gegen eine verfehlte Politik geschehen nicht nur aus Lust und Laune, sie sind das Ergebnis einer viel zu langen Duldung von Ungerechtigkeiten, die somit beherzt benannt werden sollten.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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Eine Antwort zu Politik hofiert Konzernlobbyismus

  1. I.Wagner schreibt:

    Die Geschichte des Kapitalismus, der letzten 500Jahre und die Entwicklung von Macht und Gewalt in der Menschheitsgeschichte (5000J), führten zur systemimmanenten Verbindung von Geld, Staat und Gewaltherrschaft. An einzelnen Stellen zu korrigieren wird immer unbefriedigend bleiben.( Siehe: Das Ende der Megamaschine, Fabian Scheidler).

    Gefällt 1 Person

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