Toxische Belastung im Viehfutter nimmt erschreckende Formen an


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flickr.com/ ubiquit23/ (CC BY-NC 2.0)

Vom GV-Soja zum Glyphosat – EU-Importe stoppen!

Eigentlich möchte man am liebsten in den nächsten Flieger steigen, mit den verantwortlichen Regierungen in Südamerika Tacheles reden, was sie ihren eigenen Ländern an Umweltzerstörung dieses Ausmaßes zumuten. Vergebliche Liebesmüh stoppt solche Gefühlsregungen, zumal neben etlichen Umweltorganisationen auch viele andere Vereine und Menschen sich bisherig engagierten, um dieses unverantwortliche Treiben anzumahnen.

Der Verein Rettet den Regenwald hat bereits weit über 160.000 Unterschriften in seiner Petition „GV-Soja: Futterimporte aus dem Tropenwald stoppen!“ erhalten, es fehlen noch gute 35.000. Die toxische Belastung im Viehfutter nimmt erschreckende Formen an, vom GV-Soja zum Glyphosat, die chemische Industrie schreckt vor nichts zurück, es sollten somit die EU-Importe eingestellt werden!

Von Einsicht keine Spur – die Genfood-Lüge treibt immer mehr Blüten

Jahrelang hatten wachsame Geister völlig zurecht von den Gefahren des Genfoods gewarnt, von den bis heute weiterhin unbekannten Möglichkeiten an zunehmenden Risiken mal ganz abgesehen, stellen sich immer mehr Wildkräuter auf die Pestizide ein, überleben und werden somit resistent. Die Wissenschaft hat inzwischen einen Hauch einer Ahnung erhalten, was in der Pflanzenwelt alles an Symbiosen und Strategien geschehen, die jene gigantischen Naturkreisläufe am Leben erhalten, es gleicht einer Datenflut von Informationsaustausch, über dessen Ausmaß man lediglich die Spitze des Eisberges kennt.

Aber dem profitorientierten Kleingeist der Chemiegiganten interessieren solche Zusammenhänge mitnichten, Hauptsache der Euro oder der Dollar rollt, die Profite steigen, von Einsicht keine Spur. Hatten schon hierzulande alljährliche Proteste vor der Massentierhaltung und den daraus steigenden Bedarf an Soja-Futter fürs Mastvieh, somit diesem Genfood, gewarnt, treibt die Chemielobby Hand in Hand mit verantwortlicher Politik dieses perfide Spiel einfach weiter. Verbraucher und Wähler schlucken jene Konsequenzen im wahrsten Sinn des Wortes. Genfood hat sich nicht nur als Lüge entpuppt, sondern als willkommene Gelegenheit, erst recht Pflanzenschutzmittel in erhöhtem Maße auf die Felder zu sprühen, eine gefährlich eskalierende Entwicklung.

Wieviel Lebensmittelskandale, Giftcocktails und Umweltzerstörung denn noch?

Jüngst der Fipronil-Skandal, dessen Auswüchse eher zunehmen, foodwatch fordert längst: Immer wieder Gift im Ei – Jetzt reicht’s! Der verunsicherte und zunehmend verärgerte Verbraucher mag kaum noch etwas essen, immer mehr Verbrechen wider die Natur kommen ans Tageslicht – wer trägt die Verantwortung neben den direkten Verursachern? Die oftmals noch viel zu glimpflich davonkommen. Eine halbherzige Politik hofiert die Chemielobby, die über genügend Finessen und Gegengutachten verfügt, um einerseits die Wählerschaft zu besänftigen, andererseits dreist zu verharmlosen trotz etlicher Mißstände.

Umso wichtiger die Aufklärung, wachsames hinschauen und anmahnen so oft wie möglich. Wenn nicht Umweltverbände und viele andere, wer denn sonst?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Verbraucherschutz

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