Wirtschaftspolitik stets dem Konsum verpflichtet


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flickr.com/ Guy Gorek/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Chancen auf Änderung in Sichtweite?

Selbstverständlich geht jeder Entwicklung eine daraus resultierende voraus, im Fluß der historischen Kette menschlichen Daseins muß die Frage gestellt werden, ob überhaupt die Möglichkeit besteht, Einfluß zu nehmen mittels gezielter Aktionen.

Keineswegs vermochten einzelne Wesen gänzlich den Verlauf der Weltpolitik erheblich bestimmen, dennoch manche Spuren ihres Wirkens uns alle nachhaltig betreffen. Wer die Wirtschaft analysiert, kommt nicht umhin, festzustellen, daß sie dem Konsum sich verpflichtet. Chancen auf Änderung in Sichtweite?

Ressourcen sind irgendwann erschöpft – was folgt danach?

Normalerweise läßt kein Mensch seine flache Hand auf heißer Herdplatte, doch die Gier eines nimmersatten Raubtierkapitalismus entspricht dieser Metapher, erst recht den Schmerz zu unterdrücken, den wiederum deren Untertanen erdulden müssen, Hauptsache unermeßlicher Reichtum darf angehäuft werden.

Trotzdem unterliegen Ressourcen einer Logik, sie nicht ewiglich sich genehmigen zu können, weil deren Vorräte irgendwann erschöpft. Vermögen weise Zukunftsvisionäre so weit vorausschauen, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten? Klugheit wird sie durchaus fordern, doch die Verschwendungssucht im blinden Aktionismus superreicher Eliten lehrt uns eines Besseren: Menschliche Unvernunft ordent sich Zerstörungsgewalt unter.

Daher muß Erfindergeist die Lücken verschwindender, nie wieder nachwachsender Ressourcen schließen, damit der Konsumrausch sich fortsetzen darf. Daß ein Umdenken stattfindet im Sinne einer behutsam einsichtigen Absicht, muß jetzt schon mit Nachdruck bezweifelt werden. Seit wann lassen sich elitäre Menschen von ihrem Kurs der ewigen Ausbeutung abbringen? Die Geschichte der eindrucksvollen Ergebnisse, die immer in Zerstörung und Kriege mündeten, sollten uns viel wachsamer veranlassen, ab jetzt im Sinne des Erhaltes von Mutter Erde ihnen Einhalt zu gebieten! Das ist die wichtigste Erkennntnis, die nur noch der Umsetzung bedarf.

Von der Landflucht zu Megastädten bishin zu totalitären Maßnahmen

Wenn die Not dies erfordert, vermochten Menschen schon immer auf engstem Raum zusammenzuleben, war es früher in Höhlen, auf hoher See, im Flugzeugwrack in den Anden, in Kriegszeiten oder aber wie in Japans Megastadt Tokio-Yokohama, wo inzwischen über 36 Millionen Menschen leben.

Somit stellt Landflucht ohnehin ein Phänomen dar, welches nicht einfach in wenigen Sätzen erklärt werden kann. Meist sucht Mensch die Orte auf, wo Arbeit ihm gewährleistet wird. In urbanen Ballungsräumen siedeln sich oftmals Industrien an, findet gleichzeitig ein gigantisch anwachsender Dienstleistungssektor statt, folgt Mensch diesen Angeboten, um schlicht und ergreifend zu überleben.

Aber was geschieht mit all den Megastädten, wo das Leben pulsiert, neben viel Innovation, Gewalt und Zerfall sich Wege bahnen? Müssen wir am Ende feststellen, daß sich ständig alles nach dem Diktat einer Wirtschaftshegemonie richtet, die gleichzeitig den Lebenswandel bis ins kleinste Detail vorgibt? Es sieht ganz danach aus, wer denn gern ohne Scheu den Blick über den Tellerrand wagt. Der Kreis schließt sich, in dessen Innern der Konsum, – inzwischen dieser Begriff aufgrund eklatanter Verschwendungssucht längst negativ besetzt -, die Welt in Atem hält, sie zerstörerisch rücksichtslos ausbeutet. Es gilt dabei, jener Entwicklung entgegenzutreten, sie nicht weiter zuzulassen, bevor eine Abhängigkeit sich einschleicht, die totalitäre Maßnahmen entstehen läßt.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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