Satansbraten mögen den Weg zur Hölle finden


https://pixabay.com/de/das-gewicht-der-phantasie-sch%C3%A4del-2014004/

pixabay.com

Von der Unzufriedenheit reicher Übeltäter

Reichtum kennt keine Grenzen, das weiß der einfache Bürger ohnehin seit Urzeiten, hat sich in seinem Schicksal gefügt, sonst hätte er solche Machenschaften längst zum Teufel gejagt. Dieser läßt sich bekanntlich sowieso nicht lumpen, das Böse verfügt über eine schier magische Anziehungskraft, – bitte nicht mit der Erdanziehung verwechseln, auch wenn im Inneren von Mutter Erde es feurig brodelt, was wiederum schnell für die notwendige Assoziation des Teufels sorgen mag.

Wenn man schon das Böse zitiert, sollten keinerlei Beispiele fehlen, die diesem gerecht wären. Sofort wird der Geistreiche fündig. Zwangsläufig denkt der ein oder andere an den kleinen Herren mit dem schwarzen Schnauzbärtchen, der gerade ausgerechnet wieder in deutschen Landen eine bestimmte Anhängerschaft erhält bei dieser Partei mit den drei Buchstaben, die sich als die Alternative betrachtet, auch wenn sie nicht im geringsten eine vorweisen kann. Aber Hauptsache Mitläufer und Ahnungslose blenden, mit selbstgefälligen Spendern an der Seite schafft man den Sprung in den Bundestag. Zweck erfüllt, der Rest läuft von selbst, oder?

Geld schafft nötige Gefälligkeiten, teilweise völlig legal, per Korruption wie ehedem, das funktioniert weltweit, von der Mafia bis hinein in die Politik. Und schon gelangen wir erneut zum Reichtum, dem grenzenlosen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden bis heute Träume wahr, egal ob per Tellerwäscher zum Millionär oder per Buchhandel zum bald reichsten Mann der Welt. Namen sind Schall und Rauch, es gab sie bereits zu genüge, was den einfachen Bürger nach wie vor in Schach hält. Ohne Fleiß kein Preis, bloß daß angesichts solcher Geldscheffeleien stets Betrug im Spiel, auf der Strecke bleiben etliche, die schlicht ausgebeutet werden.

Das wissen gleichwohl Politiker, um dieselben Muster umzusetzen, willfährige Steigbügelhalter der Superreichen, ein Stückweit sich gar prostituierend, alles des Reichtums willen, mithalten zu dürfen auf dem güldenen Parkett. Welch verlogene Scheinwelt, die immer noch brillant funktioniert, eine kleine betrügerische Elite gegen den Rest der Welt, der sich gefälligst fügen soll!

Aber der Teufel lacht sich ins heiße Fäustchen, klopft sich auf die glühenden Schenkel, man pokert weiter im sinnlosen Spiel der fiesen Gaunereien, die ganze Generationen betrügen, während der gelangweilte Reichtum ständig Kriege und Elend anzettelt, Investionen müssen sich schließlich lohnen. Wo bleibt die Schöpfung, die das alles zuläßt? Manch Verzweifelter, der noch an höhere, göttliche Mächte glaubt, resigniert, fühlt sich betrogen, um sein Leben beraubt.

Einzig und allein manch phantasievolle Kreative suchen und finden Nischen des Trostes, dem brutalen Alltag zu entfliehen, ihn nicht zuzulassen, vielmehr auf den Run des Geldes zu verzichten, ihn in den Wind zu schießen. Es zählt weder das Buckeln noch das Hinaufschauen zu jenen selbstgefällig arroganten Herrenmenschen. Welch gesunde Einstellung, die man jedem wünscht, um endlich diesen Reichtum zu verjagen, wo er hingehört: in die Hölle. Möge er dort schmoren bis in alle Ewigkeit.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Satire

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Satire abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Satansbraten mögen den Weg zur Hölle finden

  1. Einsiedler schreibt:

    Zwei Herren dienen, dem Ungeist Mammon und dem Geist Jesus in Jahwe, wird es niemals geben. Das geht nicht. Dem Gekreuzigten von Golgatha, gebührt alle Ehre…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s