Insektensterben: Am Ende war’s niemand


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flickr.com/ Mister-Mastro/ (CC BY 2.0)

Bloß keine Verantwortung übernehmen – Politik buckelt vor Lobbyisten

Stell dir mal vor, die Umwelt wird seit Jahrzehnten zerstört, nur keiner will es gewesen sein, das geschieht ohnehin nur so zum Schein?! Während noch zu Beginn der 1970iger Jahre in besorgten Bürgerinitiativen wachsame Menschen völlig zurecht die fatalen Fehler der konventionellen Agrarwirtschaft anprangerten, langsam aber stetig eine „grüne“ Politik sich organisierte, schließlich als Partei in den Deutschen Bundestag Platz nahm, bestand noch ein Quäntchen Resthoffnung, es könne sich was verbessern im Namen des Umwelt- und Naturschutzes.

Von all dem hoffnungsfrohen Enthusiasmus blieb allerdings nicht viel hängen, am Ende war’s niemand beim Insektensterben, welches erst jetzt die Bundes-umweltministerin Barbara Hendricks und ihr Ministerium anmahnt, davor warnt. Reichlich spät, zumal stets die Politik selbst samt den Grünen vor Lobbyisten buckelt, bloß keine Verantwortung übernehmen, so die eigentlich resultierende Erkenntnis.

EU reagiert zu zögerlich – noch kein totales Neonikotinoidverbot in Sicht

Natürlich muß man die Behauptung revidieren, die Grünen würden vor den Konzernen einknicken, sich nicht genügend einbringen, schlimmeres zu verhindern. Politik bleibt exakt das schmutzige Geschäft, welches man ihr nachsagt. Davon können die Grünen sich offensichtlich nicht befreien, innerhalb von Regierungsbündnissen mit der SPD sind prompt die Hände gebunden, dackelt die kleinere Partei der größeren hinterher, fügt sich in Mehrheitsbeschlüssen.

Gleichwohl verhält sich der Umweltausschuß des Europäischen Parlaments, wie ebenso Martin Häusling bemängelt. Statt einem totalen Neonikotinoidverbot zuzustimmen, werden halbherzig lediglich drei bienengefährliche Mittel verboten. Die Chemiegiganten können somit zusammen mit der Agrarwirtschaft andere Nervengifte den Naturkreisläufen zumuten. Zuvor bestand noch Hoffnung seitens Umweltschützern, die daher zunichte gemacht.

Mit den Insekten verschwinden die Vögel – Naturkreisläufe gefährdet

Die logische Schlußfolgerung zeigt sich in den letzten Jahren immer deutlicher. Mit dem Insektensterben verschwinden die Vögel, was sicherlich nicht nur für Europa gilt. Doch gerade das Agrarministerium mit Christian Schmidt an dessen Spitze läßt die Chemielobby und deren konventionellen Bauern gewähren, weiterhin werden Insektizide auf die Felder verspüht, eine Barbara Hendricks vom Umweltministerium greift ebenso wenig ein, es tummelt sich friedlicher in einer solchen Koalition, zu Lasten der Natur und Umwelt.

Man darf sich ausrechnen, in wie weit eine solche Entwicklung größere Kreise des Schadens anrichtet. Auch wenn der Satz der Cree nicht von ihnen selbst stammt, die Erkenntnis dieses Satzes trifft genau zu:

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Mutter Erde hat genügend Antworten parat, in wie weit natürliche Kreisläufe ein sinnvolles Miteinander rechtfertigen. Nur der Mensch scheint sich seiner Rolle nicht mehr bewußt zu sein, deshalb zerstört er sie bedenkenlos, um dies auch noch als Fortschritt zu bezeichnen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Naturschutz

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