Klimawandel: Eisberg A68 löst sich vom Larsen-C-Schelfeis


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flickr.com/ sjrankin/ (CC BY-NC 2.0)

Poker ums Übereinkommen von Paris trotz G20-Gipfel

Die globale Erdwärmung hat sich gestern mal wieder überdeutlich gezeigt. Eine gigantische Eismasse löste sich vom Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis, im nordwestlichen Teil des Weddell-Meeres gelegen, unweit von Feuerland und von dessen Landspitze, dem Kap Horn.

Der mit der Buchstaben-Zahlenkombination bezeichnete Tafeleisberg A68, rund 6,5 mal so groß wie Berlin, dennoch ca. halb so groß wie der B-15 vom Ross-Schelfeis, der im März 2000 abbrach, läßt zunächst nicht den weltweiten Meeresspiegel ansteigen. Allerdings die nunmehr ungehindert ins Meer fließenden Gletscher-Eisströme sorgen für eine Erhöhung. Aber ein Donald Trump zieht es vor, den Poker ums Übereinkommen von Paris trotz des G20-Gipfels fortzusetzen.

Eisschmelze mittels menschengemachter Erderwärmung

Auch wenn Uneinigkeit herrscht, ob die Abbrüche von Eisbergen mit dem Klimawandel zusammenhängen, die weltweit zu beobachtenden Eisschmelzen an Polarkappen, in den Alpen und anderen Hochgebirgen resultieren aus menschengemachter Erderwärmung.

Dem Übereinkommen von Paris, welches 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) unterzeichneten, nur Nicaragua, Syrien und die USA erkannten es nicht an, könnte möglicherweise die Türkei ebenso den Rücken kehren. Solch politische Spielereien verdeutlichen die Mißachtung anstehender Gefahren, wobei gerade die USA als eine der Hauptverursacher des CO2-Ausstoßes der Welt mit diesem 45. US-Präsidenten ein hohes Maß an Verantwortungslosigkeit offenbaren.

Wer den menschengemachten Klimawandel verleugnet, begibt sich somit wortwörtlich auf ziemlich dünnes, weiterhin schmelzendes Eis. Was in Paris erkannt und beschlossen, scheinen manche ewiggestrigen Ignoranten nicht wahrhaben zu wollen, obwohl selbst Deutschland mit seinem Märchen vom Klimaschutz nach wie vor untätig sich verhält.

Festhalten an fossiler Energie sowie AKWs?

Schwammige Formulierungen als Fazit des G20-Gipfels, demnach irgendwann ineffeziente Subventionen der fossilen Brennstoffe rationalisiert werden mögen, um sie dann auslaufen zu lassen, zeigen die eigentliche Haltung der G20.

Inwieweit das Duo Merkel-Gabriel zögerlich unterwegs, durfte man bereits zuvor mit der anhaltenden Zustimmung zu AKWs feststellen. Erst Fukushima stoppte deren Politik, obwohl dies den weltweiten Ausbau neuer Kernkraftwerke nicht verhindert. Im Grunde genommen gibt es einerseits zumindest einen Konsens mit dem Pariser Klimaabkommen, andererseits versucht die Energiewirtschaft die Politik ständig zu gängeln, spielt die eigentlichen Gefahren weiterhin herunter.

Wieviele Eisberge mögen noch ins Meer driften, welches in Folge deutlich ansteigt, bis Mensch endlich begreift, daß er selbst diese Entwicklung entscheidend forciert?

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Klima/Wetter

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2 Antworten zu Klimawandel: Eisberg A68 löst sich vom Larsen-C-Schelfeis

  1. thomas monk schreibt:

    Hallo Herr Kamm, alles auf der erde seit hundert Jahren verfeuerte Öl, würde die Erde gerade mal mit einem 0,4 mm dicken Film pro Jahr bedecken. Den müssten sie aber nochmal durch 365 teilen und bedenken das darüber 10 km Atmosphäre sind. Der „Menschengemachte“ Klimawandel ist nichts weiter als eine Gelddruckmaschine.

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    • hraban57 schreibt:

      Die American Association for the Advancement of Science, weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft, hat festgestellt, daß sich 97% aller Klimatologen darüber einig sind, ein vom Menschen verursachter Klimawandel findet statt, und betont den zu vielen Aspekten der Klimatologie herrschenden Konsens. Der Wissensstand um die mit dem Klimawandel verbundenen Folgen wird als ausreichend sicher betrachtet, um umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen zu rechtfertigen.

      Gehen Sie ruhig weiterhin gewissen Think Tanks auf den Leim, so wie Herr Trump. Ändert dennoch nichts an den unumstößlichen Tatsachen, inwieweit Mensch selbst beteiligt am Klimawandel.

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