Blick zurück ohne Wehmut


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Alles ist gut

Was ich noch sagen wollte, bevor das letzte Stündlein schlägt – es reicht nicht aus der Platz auf diesem Bogen Papier, schon gleich nicht die Zeit, die so unbarmherzig sich einem entgegenstellt, ob es einem gefällt oder nicht, dennoch zu schreiben, ist oberste Pflicht.

Der Anfang will mit Leichtigkeit beginnen, welch Unlogik wie von Sinnen. Lassen wir solch Wortspielereien, das mögen Sie mir verzeihen. Die Welt ist schlecht, es gibt kein Menschenrecht auf Freiheit oder gar unbeschwerte Liebe, sondern meist nur zählen Siege. Hauptsache möglichst viel Geld und Macht erworben, doch am Ende wird dennoch gestorben. Nicht umsonst heißt’s, das letzte Hemd hat keine Taschen. Ja, sowas Gescheit’s mag der Aufmerksame erhaschen, wenn er denn bereit, über sein Leben nachzudenken. Zeit kann man ohnehin nicht verschenken.

Blicken wir zunächst zurück, welch Mißgeschick Menschheit widerfuhr, sie übertreibt’s nicht nur, sie behauptet, das cleverste Wesen auf Erden zu sein, doch in Wirklichkeit täuscht der trügerische Schein. Benennen Sie mir auch nur eine Existenz, die hat dermaßen viel Intelligenz, so viel Schaden nonstop anzurichten? Blödsinniges dichten? Nun gut, verständlich die Wut, kommen wir zum entscheidenden Punkt. Wer entzündet stets die Lunt’?

Genau, wir Menschen bringen uns gegenseitig um, gar nicht schlau, sei’s drum. Weil es der Schöpfung widerspricht, denn deren oberste Pflicht will Leben bewahren und nicht ständig Tote aufbahren. Blickt man in die Vergangenheit, ist tatsächlich dazu bereit, bisheriges Handeln ernsthaft zu hinterfragen, sollte man Kriege und Elend heute endlich zu Grabe tragen. Mensch hat’s jederzeit selbst in der Hand, einzureißen das schändliche Band ungerechter Verteilung. Wann folgt der beherzte Schwung, dies umzusetzen, statt weiterhin die eigene Spezies zu verletzten?

Den Wunsch nach Frieden mag manch Neider und Bösartige ins Lächerliche ziehen, doch auch jene können nicht vor ihrem sicheren Ende fliehen. Wenn sie vor der Schwelle des Todes stehen, nützt keinerlei Flehen, ihre Missetaten ungeschehen zu machen. Höhnischem Lachen folgt der Blick in den Spiegel, der ihnen entgegengehalten wird. In jenem Schmelztiegel manch Erinnerung flirrt, die von Reue heimgesucht. Doch geschehenes wird verbucht, das Karma kein Tun vergessen kann. Und jener Bann wird in weiteren Leben sich gezielten Aufgaben stellen müssen. Der Kosmos handelt sehr beflissen!

Was ich noch nicht gesagt habe, das tragt getrost zu Grabe. Denn Worte mögen gehört worden sein, die Gedanken bleiben sowieso nie allein, sie finden immer Wege, sich zu verbreiten. Egal in welchen Zeiten Mensch seinem Ende entgegenblickt, manch einer sich vielleicht davor drückt, das Leben findet Wege im Sein, niemand ist wirklich allein. Während Mensch es göttlich benennt, unsere Zeit davonrennt, haltet mal für eine Weile inne, in diesem Sinne…

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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