Jagt die Gier von dannen


https://www.flickr.com/photos/strassenstriche/16149440500/sizes/z/

flickr.com/ strassenstriche.net/ (CC BY-NC 2.0)

Garstige Gespräche beschallen den Raum,
inhaltsleere Argumente im Kopf.
Manch besoffener Geselle hat einen Traum,
köchelnd auf dem Herd der Eiertopf.

Draußen ein stürmischer November sich zeigt,
Bäume entwurzelt, kein Leben zu Schaden kam.
In den Straßen die haßerfüllte Meute schweigt,
Flüchtlinge haben ihnen doch nichts getan.

Beim Saufen schnell die Realität sich verstellt,
ein falsches Wort die Reizschwelle provoziert.
Dem stillen Zuflüsterer solches gefällt,
wenn aus dem Nichts viel erwünschtes passiert.

Zerstörung Wege der Entfaltung finden will,
während behütende Liebe sorgfältig klärt.
Nicht nur bei Soldaten, überall derselbe Drill,
der wütet. Was läuft dabei wohl verkehrt?

Herrschaften sich stets Spielwiesen ihrer Gier suchen,
Menschen gehorsamst ihnen beiseite stehen.
Man sollte sie ewiglich verfluchen,
von allein werden sie keineswegs weggehen!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gedichte

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