Erfolgreichster Präsident aller Zeiten und seine erste Kabinettssitzung


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flickr.com/ Gage Skidmore/ (CC BY-SA 2.0)

Donald Trump betont seine narzißtische Haltung

Satire oder doch eher eine Glosse, Realpolitik oder ein Albtraum sondergleichen? Der Unterschied zwischen einer Satire und einer Glosse darf getrost als hauchdünn bezeichnet werden. Ob dieser Donald Trump auf Dauer mit seiner narzißtischen Haltung die Bürger der USA oder gar die Welt überzeugen kann, bleibt mal dahingestellt.

In diesem Kontext darf man unbedingt von einem Albtraum sprechen, auch wenn gerade Rechtsradikale weiterhin an ihn glauben, um gleichzeitig ins selbe Horn zu blasen, daß die Medien ständig lügen oder ihn verunglimpfen würden. Das praktiziert dieser 45. US-Präsident von ganz allein, schließlich ist er eine Person der Öffentlichkeit, die selbstverständlich ein Recht darauf hat, ihn akribisch zu beobachten.

Eigenlob stinkt bekanntlich – nicht für The Donald?

Ganz offensichtlich lechzt er nach besonders viel Huldigung seiner eigenen Person, denn wer schon bei der ersten Kabinettssitzung es nötig hat, von sich zu behaupten, er sei der erfolgreichste Präsident aller Zeiten, der unterstreicht nicht nur sein Eigenlob, sondern scheint damit viel eher ablenken zu wollen. Jeder Psychologe wird bestätigen, wie simpel ein derartiges Verhalten dies entlarvt.

Aber Donald Trump wäre nicht Donald Trump, wenn keine anderen Verhaltensmuster in Erscheinung treten. Scharfe Beobachter konnten spätestens im Wahlkampf seine cholerische und teilweise unbeholfene Art miterleben, wobei er ebenso durch Nichtwissen glänzte oder kurzerhand sein Gegenüber schlicht beleidigte. Hillary Clinton bewies in jener Zeit, was eine ehemalige First Lady auszeichnet.

Denken wir zurück an den Nato-Gipfel, wo die Forderungen seinem Regierungsstil entsprachen: nicht kleckern, besser klotzen – nach uns die Sintflut. Wie ein roter Faden zieht sich jene Einstellung sämtlichst bei Treffen, so auch zur ersten Kabinettssitzung. The Donalds Parallele an Huldigungen eines Kim Jong-Un, wie die New York Times mutmaßte, zeigen einmal mehr, wie dieser Präsident sich selbst reflektiert.

G20-Gipfel in Hamburg bedeutet den Ausnahmezustand für die Hansestadt

Mittendrin ein Donald Trump, der ebenso angesichts möglicher Terrorgefahren bestmöglich geschützt werden soll, ob scharf geschossen werden darf, bleibt mal dahingestellt. Die Frage hat durchaus ihre Berechtigung, schließlich erschoß ein italienischer Carabinieri am 20. Juli 2001 bei Gegenprotesten des G8-Gipfels in Genua den Anti-Globalisierungs-Demonstranten Carlo Giuliani.

Genug Gründe, die Hansestadt beim bevorstehenden G20-Gipfel vom 07. bis 08. Juli in einen Ausnahmezustand zu versetzen, schließlich mag gerade jener US-Präsident keine Widerreden, wenn es um seine eigenen Belange geht. Die Welt blickt in sofern gebannt gen Hamburg, während die Bürger sich auf viel Polizeipräsenz einstellen müssen. Hauptsache möglichst wenig Proteste, so die Botschaft der Staatsmacht, die selbstverständlich jenen US-amerikanischen Gast bestmöglich schützen wird. Die Tragweite derartiger Gipfel rechtfertigen Weltpolitiker gern als dringend notwendig, protestierende Gegner werden bestenfalls als lästig empfunden.

Inwieweit Donald Trump per Twitter sich äußert, gab er u.a. mal am 06. Februar dieses Jahres zum Besten:

„I call my own shots, largely based on an accumulation of data, and everyone knows it. Some FAKE NEWS media, in order to marginalize, lies!”

Dabei verrät er natürlich niemand, woher er die gesammelten Daten erhält – das bleibt sein eigenes Geheimnis, Hauptsache er unterstellt den Medien Fake News.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

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2 Antworten zu Erfolgreichster Präsident aller Zeiten und seine erste Kabinettssitzung

  1. marisasminds schreibt:

    Hat dies auf Marisa's Mind rebloggt.

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  2. Manfred schreibt:

    War Obama besser? Nur Trump hätte das Zeug den Westen auf gesunde Beine zu stellen, man lässt ihn aber nicht.Welch einen katastrophalen Weg wir seit der Krise 2009 eingeschlagen haben mit allem drum herum noch weltretter zu spielen wobei die meisten Euroländer doch selbst vor dem absaufen stehen werden wir erst in wenigen Jahren merken wenn auch unsere Substanz verbrannt ist. Merke: Geld wächst nicht an den Bäumen. Weil in Europa kein einziger Politiker in der Lage wäre, noch was zu ändern war Trump die letzte Hoffnung.

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