London-Anschlag: Hetze auf Kosten der Terroropfer


https://www.flickr.com/photos/83057948@N07/26009193562/sizes/z/

flickr.com/ IoSonoUnaFotoCamera/ (CC BY-SA 2.0)

Trump sowie die AfD nutzen die tragische Situation für ihre Zwecke aus

Daß Politik ein durchaus schmutziges Geschäft ist, hat sich längst herumgesprochen. Von der undurchschaubaren Tragweite etlicher Fehlentscheidungen einmal ganz zu schweigen. Ebenso der inzwischen bekannte rüpelhaft cholerische Ton aus dem Weißen Haus oder die in die Weiten des Äthers entsandten Twittergewitter eines Donald Trump.

Dennoch bedeutet die Hetze auf Kosten der Terroropfer nach dem Londoner Anschlag eine Steigerung, offenbart eine Häme, die kaum noch zu toppen ist. Sowohl Trump als auch die AfD nutzen die tragische Situation für ihre Zwecke aus. Um es mal auf den Punkt zu bringen: widerlich!

Wer twittert so vorschnell Tag und Nacht?

Es ist der neue US-Präsident, der solches vollbracht. Da wird einfach mal nach dem brutalen Terroranschlag Londons Bürgermeister Sadiq Khan von Donald Trump per Twitternachricht scharf belehrt, in dem dessen kurzes Statement in einem Fernsehinterview aus dem Zusammenhang gerissen wird. Herr Trump hat es wohl nicht so genau mit der Wahrheit, obwohl er selbst nonstop die Medien als Lügner bezeichnet.

Aber das kennen wir bereits schon, dieser neue Präsident glänzt mit vorschnellen Twittergewittern, eine völlig neue Form politischer Intervenierungen, die keineswegs für ein friedfertiges Miteinander sorgen, sondern oftmals zu Irritationen führen, die hinterher dessen Mitarbeiter dann glattbügeln dürfen. The Donald hat sich Luft gemacht, und das scheint zu zählen.

Frau von Storch schießt den Vogel ab

Weder einen echten noch einen namentlich bekannten Politiker, vielmehr unterlief ihr eine Hetztirade per Twitter gen Bundesjustizminister Heiko Maas, das erklärte Feindbild der AfD und deren rechtsradikalen Sympathisanten, das Problem solle „Islam heißen“. Aha. Das dürfte unseren Lesern eigentlich bekannt sein, gestern wiesen wir auf das neu installierte Feindbild hin. Na prima, dann haben die USA ja ganze Arbeit geleistet, deutscher Rassismus nimmt die Vorlage gern auf und hetzt auf Teufel komm raus.

Beatrix von Storch will doch nicht etwa in die Fußstapfen eines Donald Trump treten? Die Parallelen gleichen sich ein Stückweit schon, außer daß die geborene Herzogin von Oldenburg niemals nicht ein derartiges Amt füllen werden darf, es sei denn, die deutschen Landsleute verhelfen ihr per Wahl auf jenen Posten. Dann sollte man besser fluchtartig die Republik verlassen, wer noch einen Funken Restverstand besitzt.

Fazit vom Ganzen: Twittern kann in der Politik keinesfalls hilfreich sein, bestenfalls dient es einer ungesunden Unglaubwürdigkeit, unterstreicht eher die Unfähigkeit einer Diskussion auf Augenhöhe. Jener Trend sorgt obendrein für viele Mißverständnisse, darüber hinaus hat dies mit handfester Politik nichts zu tun.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Quergedachtes

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s