WHO-Weltnichtrauchertag wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen


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flickr.com/ debagel/ (CC BY-NC 2.0)

Diesjähriges Motto: Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!

Bevor sich sämtliche überzeugten oder hadernden Raucher auf den Autoren dieses Artikels stürzen, mögen all jene mal für einige Momente vielleicht innehalten und ihr eigenes Verhalten reflektieren. Sie merken schon, die Rede war nicht von Sucht, selbst wenn man es eindeutig mit einer solchen als Raucher zu tun hat.

Kritik an der WHO hat durchaus ihre Berechtigung, dennoch darf man den heute exakt vor 30 Jahren ins Leben gerufenen Weltnichtrauchertag als notwendigen Versuch werten, um auf Nichtraucher aufmerksam zu machen, die dem Tabakqualm damals noch überall ausgesetzt waren.

Vom Rauchen als Ritus bis hin zum Massenkonsum

Die Tabakpflanze hat ihren Ursprung in Nord- und Südamerika. Während die dortigen Indianerstämme und Hochkulturen wie die Maya das Pfeifenrauchen eher für rituelle Zwecke nutzten, begannen per Einfuhr in den Zeiten eines Christoph Columbus durch die Seefahrer selbst die ersten Rauchgewohnheiten, die sich aber vorläufig noch nicht in der Gesellschaft etablierten.

Zunächst folgte großer Gefallen am Rauchen selbst, im Dreißigjährigen Krieg verhalf es wohl etlichen Menschen, diese grausame Zeit mittels des Tabakdrogenkonsums scheinbar angenehmer zu überstehen. Es folgten dennoch Verbotsbemühungen in etlichen Nationen, der Schmuggel blühte daher auf.

Im Laufe des endenden 18. Jahrhunderts und mit Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Tabakkonsum ziemlich rasant zu einer Volksdroge, sein Weg war nicht mehr aufzuhalten. Zunächst per Pfeife oder Zigarre inhaliert folgten ungefähr ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Versuche per Zigaretten, die sich schließlich als Massenkonsum durchsetzten, immerhin gab es 1910 bereits weltweit an die 20.000 Zigarettenhersteller.

Die Kehrseite der Medaille – von der Not gesundheitsschädlicher Folgen

Die auch heute noch oftmals von überzeugten Rauchern brüsk als Mär von sich gewiesen werden. Darunter selbst jene, die sich einreden oder einfach behaupten, rauchen erzeuge keinen Krebs, schade weder dem Herzen noch den Kreislauf, es gäbe schließlich auch Nichtraucher, die betroffen wären. Derartigen Zeitgenossen kann man nur anraten, mal mit Ärzten von Krebsstationen sich zu unterhalten, die berichten ihnen meist gern über die dramatischen Schicksale ihrer Patienten.

Sicherlich mag ein jeder auch bei diesem kleinen Demonstrationsfilmchen Einwände finden, um die Folgen klein zu reden. Und natürlich gibt es nicht die schwarze Teerlunge, sie ist eher bräunlich, aber wer mal aufgehört hat mit jener furchtbaren Sucht, wird berichten, wie toll auf einmal ihm eine neue Geruchswelt begegnet, Stück für Stück die Kondition zurückkehrt, das Essen besser schmeckt.

Vor allem jenes Verlangen nach dem „stützenden Glimmstengel“ verschwindet. Wie befreiend! All jene Passivraucher danken es einer endlich in der Politik angekommenen Erkenntnis, wie schädlich das Rauchen sich verhält, Nichtraucherschutz hat seinen berechtigten Stellenwert. Um noch mal kurz aufs diesjährige Motto des Weltnichtrauchertages einzugehen: Rauchen kostet, die Gesundheit. Nichtrauchen kostet nicht nur nichts, es macht nicht krank, belastet keine Umwelt. Gut so!

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Gesundheit

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