Indien unterstützt Bergbaukonzern Vedanta per Verhaftungswillkür


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flickr.com/ Rita Willaert/ (CC BY-NC 2.0)

Kuni Sikaka soll wie etliche andere maoistische Rebellen unterstützen

Irgendwie erinnern derartige Vorgehensweisen an den „türkischen Pascha“, Erdoğan läßt seit geraumer Zeit etliche Menschen unter dem Vorwand verhaften, sie gehören der Gülen-Bewegung an, seien somit Putschisten und potentielle Terroristen. Welch fadenscheinige Behauptungen.

Ganz ähnlich verhalten sich verantwortliche indische Behörden, um Protestierende einzuschüchtern und einzusperren, unterstützen somit nach wie vor den Bergbaukonzern Vedanta per Verhaftungswillkür, wir berichteten darüber im November 2015. Seitdem hat sich nichts geändert, das Volk der Dongria Kondh wird weiterhin massivst bedrängt, die jetztige Taktik mit der Verhaftung von Kuni Sikaka und etlicher anderer zuvor, weil sie angeblich maoistische Rebellen unterstützt haben sollen, spricht Bände, kann den Protestierenden eben keineswegs nachgewiesen werden.

Innenministerium verfälscht bewußt Informationen zugunsten des Ressourcenabbaus

Obwohl die Vorkommnisse ziemlich eindeutig, auch „India Resists“ berichtet darüber, scheinen die Sicherheitsbehörden, in Folge die Polizei sich nicht von zunehmenden Protesten beeindrucken zu lassen, die harte Vorgehensweise und Verhaftungen halten an.

Erneut folgen die Handlanger solcher Konzerne den profitorientierten Befehlsketten, zählen berechtigte Proteste genauso wenig wie eine Weltöffentlichkeit, die inzwischen umfassender informiert wird. Was muß noch alles geschehen, bis endlich auch die indische Regierung entsprechend durchgreift? Daß maoistische Rebellen selbst die Dongria Kondh für ihre politischen Beweggründe benutzen, sollte man ohnehin anprangern. Aber die verfälschten Anschuldigungen der Regierungsbehörden setzen noch eins drauf, kriminalisieren die berechtigten Proteste. Ein NoGo!

Unterstützen auch Sie Survival International

Diese globale Bewegung für die Rechte indigener Völker leistet seit etlichen Jahren, in zwei Jahren bereits ein halbes Jahrhundert, ihre beherzten Aktionen, um sie vor noch größeren Schäden zu bewahren. Leider nicht immer in Gänze erfolgreich, Rückschläge zeigen erst recht auf, wie das Engangement dieser Organisation hilfreiches erreicht.

Sie haben richtig gelesen, Querdenkende schließt sich solchen Organisationen gern an, ohne irgendwelche Rücksprachen oder gar Vorteile daraus zu erzielen. Uns geht es um selbstverständliche Menschenrechte, die für alle Menschen gelten, folglich ebenso für die letzten indigenen Völker, die noch nicht von unserer sogenannten Zivilisation verdrängt worden sind.

„Das Drama aller Zeiten hat eigentlich nur ein einziges Thema gehabt: die Unfähigkeit der Menschen, miteinander zu leben.“ (Gerhard Bronner)

Und Milliarden unserer Spezies versuchen es auch heute noch. Geben wir dieser Unfähigkeit keinen Raum mehr, um das Drama endlich zu Ende zu führen.

Lotar Martin Kamm

Kategorie: Bedrohte Völker

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